Handball

Souveräner Titelverteidiger: Spanien folgt Kroatien ins EM-Finale

Slowenien verpasst eine noch größere Überraschung

Souveräner Titelverteidiger: Spanien folgt Kroatien ins EM-Finale

Unbändige Freude über den erneuten Finaleinzug: Spaniens Jorge Maqueda jubelt nach dem 34:32 gegen Slowenien.

Unbändige Freude über den erneuten Finaleinzug: Spaniens Jorge Maqueda jubelt nach dem 34:32 gegen Slowenien. imago images

Das zweite Halbfinale in Stockholm begann mit Verzögerung - weil das erste einen packenden Krimi mit zwei Verlängerungen zu bieten gehabt hatte. Dann aber begannen die Slowenen gewohnt frech und setzten sich direkt auf zwei Tore ab. Die Spanier, 4:50 Minuten ohne eigenen Treffer, brauchten nur 14 Sekunden, um das Ergebnis zu egalisieren.

Es entwickelte sich ein Hin und Her, der stets spektakuläre slowenische Spielmacher Dean Bombac stellte per abgefälschtem Unterarmkracher auf 4:4 (11.). Allmählich kamen die erfahrenen Spanier aber besser ins Rollen und zogen nach 22 Minuten auf vier Tore davon (14:10), in Unterzahl setzte Linksaußen Angel Fernandez sogar noch einen drauf (18:13, 26.). Mit einem sehenswert verwandelten Kempa besiegelte Raul Entrerrios den 20:15-Halbzeitstand. Euphorisch und freudestrahlend klatschte sich der amtierende Europameister ab, auf den Außenseiter wartete eine Mammutaufgabe.

Nach dem Wechsel baute Spanien die Führung aus (22:16, 35.) und ließ den Gegner im Stile einer Spitzenmannschaft lange nicht näher rankommen. Slowenien gab sich aber nicht auf und konnte eine Minute vor Schluss tatsächlich nochmal auf ein Tor verkürzen. Doch die abgezockten Iberer brachten den 34:32-Sieg über die Zeit und treffen nun im Finale am Sonntag (16.30 Uhr, LIVE! bei kicker) auf Kroatien. Beste Werfer beim Titelverteidiger waren Entrerrios und Alex Dujshebaev mit je sechs Toren, Sloweniens Halbrechter Jule Dolenec erzielte sieben Treffer.

Spanien und Kroatien kennen sich bestens, haben sich zudem ein packendes Hauptrundenduell geliefert. In diesem holte Kroatien einen 14:20-Rückstand auf und letztlich sogar noch einen Punkt (22:22). Für die Spanier könnte derweil der Faktor Kraft sprechen, da sich die Kroaten in ihrem Halbfinale mit den zwei Verlängerungen deutlich mehr strecken mussten.

msc