Bundesliga

Sosa und Karazor arbeiten sich heran

Stuttgart geht mit einem gutem Gefühl in die Vorbereitung auf die Partie in Bremen

Sosa und Karazor arbeiten sich heran

Wieder voll dabei im Training: Borna Sosa (in blau) und Atakan karazor (in gelb).

Wieder voll dabei im Training: Borna Sosa (in blau) und Atakan karazor (in gelb). IMAGO/Pressefoto Baumann

Mit einem Punkt aus dem 1:1 gegen RB Leipzig, einem entsprechend guten Gefühl und vor zahlreichen Anhängern begann die Mannschaft von Pellegrino Matarazzo heute ihren Aufgalopp zum Aufeinandertreffen mit Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker). Die Mannschaft, das zeigte sich gegen den Champions-League-Teilnehmer aus Sachsen, funktioniert und erweist sich als stabilisiert. In fünf Testspielen, dem Pokalauftritt in der ersten Runde bei Dynamo Dresden (1:0) und jetzt gegen RB blieben die Schwaben ungeschlagen.

Trotzdem habe man anfangs "nicht genau gewusst, wo wir nach einer sehr guten Vorbereitung stehen", wie Sven Mislintat erklärt. Der Sportdirektor war dennoch voll des Lobes für seine Profis: "Wir hatten natürlich Respekt vorher. Anfangs hatten wir sogar etwas zu viel Respekt. Aber die Jungs haben es sehr gut gemacht." Der VfB sei mit dem Resultat "sehr zufrieden" und die Gäste könnten sich bei allem Respekt über das Remis "nicht beschweren".

Kastanaras kehrt Schritt für Schritt zurück

Entsprechend gelassen ging heute die Mannschaft an den Start. Zumindest ein Teil davon, nachdem die Profis, die am Wochenende 90 Minuten im Einsatz waren, heute nur den Kraftraum besuchten. Der Rest des Teams war auf dem Rasen. Mittendrin Borna Sosa und Atakan Karazor sowie Thomas Kastanaras, der nach seiner Knöchelverletzung sein Aufbauprogramm durchzieht. Der 19-jährige Grieche stieg nach etwa der Hälfte des Aufwärmprogramms zwar wieder aus, um zusammen mit Wahid Faghir eine individuelle Laufeinheit zu absolvieren. Sosa und Karazor zogen dagegen die komplette Einheit durch.

Ein erfreuliches Zeichen für Matarazzo, der auf die beiden Leistungsträger der vergangenen Rückrunde baut. Ungeachtet der Wechselgerüchte um den kroatischen Nationalspieler, der seine Adduktorenprobleme auskuriert zu haben scheint, und den Vorwürfen gegen Karazor wegen des Vorwurfs eines sexuellen Übergriffs auf Ibiza im Juni. Der 25-Jährige durfte gegen Leipzig sogar 16 Tage nach seiner Freilassung aus der Untersuchungshaft erste Einsatzminuten sammeln.

Sehr überraschend, nachdem der Cheftrainer zwei Tage vorher noch von einer längeren Zeit des Heranführens gesprochen hatte. "Ich freue mich, dass er wieder dabei ist", so Matarazzo, der seine Gedankenspiele am Freitag noch geheim hielt. "Seine Stimme in der Kabine ist wichtig. Er führt auf seine Art. Deswegen war es mir wichtig, ihn im Kader zu haben. Wohlwissend, dass er nur zehn bis 15 Minuten gehen könnte." Außerdem, dies habe seine Entscheidung nicht weniger beeinflusst, "haben wir keine Alternative auf der Sechs."

George Moissidis

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