Bundesliga

Sorgen um Gregor Kobel: VfB-Verletzungsprobleme immer größer

Saisonende für Mangala - Rückkehrer Sosa

Sorgen um Kobel: VfB-Verletzungsprobleme immer größer

Der Rücken zwickt: VfB-Keeper Gregor Kobel.

Der Rücken zwickt: VfB-Keeper Gregor Kobel. imago images

Mit Nicolas Gonzalez und Orel Mangala (beide Muskelfaserriss) sowie Silas Wamangituka (Kreuzbandriss) und Borna Sosa (Kapselverletzung im Knie) mussten die Stuttgarter bereits in den vergangenen Partien auf wichtige Stützen verzichten. In der Folge gab es vier Niederlagen. Gegen Augsburg soll am Freitag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) eine Trendwende gelingen. Doch die Personalprobleme werden nicht weniger, sie werden größer. Neben Gonzalo Castro (Oberschenkelprobleme), Momo Cissé (Knieprellung) und Marcin Kaminski (weiterhin in Corona-Quarantäne) droht jetzt auch noch Gregor Kobel auszufallen.

Matarazzo optimistisch: "Kein Bandscheibenvorfall" bei Kobel

"Gregor hat Rückenprobleme", berichtet Matarazzo, der daran zweifelt, dass der Keeper rechtzeitig einsatzbereit ist. "Wir werden sehen, ob er die Schmerzen wegstecken kann oder nicht." Am heutigen Freitagnachmittag wird sich der Schweizer, der die beiden Tage zuletzt extra in seine Heimat zu seinem eigenen Therapeuten gereist war, einer MRT-Untersuchung unterziehen. "Um die Verletzung genauer zu diagnostizieren", wie der Chefcoach erzählt, der optimistisch ist, dass es "kein Bandscheibenvorfall ist". Er hoffe, "dass er gegen Augsburg spielfit ist".

Neue Methode bei Mangala

Nicht mehr fit, und zwar in der gesamten restlichen Saison nicht, wird Mangala. Der Muskelfaserriss, den sich der Belgier gleich zweimal in kurzer Zeit zugezogen hat, wird mittlerweile mit einer Spritzkur behandelt. Doch die Saison ist für ihn beendet. Die Muskelfasern "sind nicht so zusammengewachsen wie gewünscht. Das hätte in diesem Zeitraum anders zusammenwachsen müssen", so Matarazzo. "Deswegen haben wir eine andere Methode gewählt, die sich positiv auswirkt, eine Spritze in den Muskel, die das Zusammenwachsen fördern soll."

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Mittlerweile sei eine Verbesserung der Muskulatur zu erkennen. "Aber er braucht noch etwas mehr Zeit. Für uns wird er wahrscheinlich keine Rolle mehr spielen." Aber: "Vielleicht wird er fit für eine mögliche EM-Teilnahme, sollte er nominiert werden."

Gonzalez gegen Gladbach eine Option?

Eine Mini-Chance auf ein paar Einsatzminuten vor Ende der Saison besteht dagegen noch bei Nicolas Gonzalez. Der Argentinier ist nach abgesessener Corona-Quarantäne, zu der er als Kontaktperson ersten Grades verdonnert worden war, in dieser Woche in leichtes Lauftraining eingestiegen. "Er könnte eine Option werden für die Partie in Gladbach", meint Matarazzo, der allerdings auch ein vorzeitiges Saisonende des Angreifers nicht ausschließt.

"Wir werden sicher kein Risiko eingehen", sagt er. "Wenn das Risiko, dass er sich erneut verletzt, höher als normal ist, wird er auch nicht spielen." Man sei sich der Verantwortung durchaus bewusst. "In seinem Fall nehmen wir uns sogar mehr Zeit als notwendig. Erst wenn die Ärzte grünes Licht geben und ich das Gefühl habe, dass er rund läuft, keine Blockaden hat, ist es möglich, dass er nochmal zum Zug kommt. Aber immer nach dem Null-Risiko-Prinzip."

Kein Risiko besteht bei Sosa. Der Kroate, den eine Kapselverletzung im Knie zum Zuschauen zwang, ist wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen und bereit für die Partie gegen Augsburg. "Er fühlt sich gut, fühlt sich fit und hat wenig an Kraft verloren."

George Moissidis

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