Handball

Handball: Heim-EM 2024 braucht "volle Arenen"

Ein "Haus des Handballs" ist vom Tisch

Sorge Corona: Heim-EM 2024 braucht aus finanzieller Hinsicht "volle Arenen"

Der DHB-Vorstandsvorsitzende Mark Schober hat Corona-Bedenken rund um die Heim-EM 2024.

Der DHB-Vorstandsvorsitzende Mark Schober hat Corona-Bedenken rund um die Heim-EM 2024. imago images/wolf-sportfoto

"Corona bleibt für uns eine Sorge", sagte der DHB-Vorstandsvorsitzende Mark Schober dem "Mannheimer Morgen" am Freitag. Die Finanzierung des EM-Etats, der nach Schobers Angaben bei etwa 24 Millionen Euro liegt, sei stark vom Ticketverkauf abhängig: "Wir brauchen volle Arenen. Nur dann können wir die Kosten decken." Die Hallenauslastung müsse standortübergreifend bei 60 bis 70 Prozent liegen, um ohne Verluste auszukommen.

"Kosten decken" nur mit reichlich Zuschauern möglich - Frauen-Nachwuchs soll gefördert werden

Sollten die kontinentalen Titelkämpfe, die vom 10. bis 28. Januar 2024 in sechs deutschen Städten gespielt werden, mit einem finanziellen Plus abgeschlossen werden, würde das Geld vor allem in den Frauen- und Mädchenhandball fließen. Dort sieht Schober trotz großen Potenzials Nachholbedarf: "Die Franzosen und die Skandinavier haben es bislang besser gemacht."

Die Pandemie hat auch die Planungen eines "Haus des Handballs" nach französischem Vorbild durchkreuzt. Eine zentrale sportliche Heimat für alle Nationalteams samt neuer Geschäftsstelle ist vom Tisch. "Corona hat die Arbeitswelt verändert. Es würde beispielsweise wenig Sinn machen, in eine neue Geschäftsstelle und somit Büroräume zu investieren", sagte der der DHB-Vorstandsvorsitzende. Stattdessen solle bundesweit die Handball-Infrastruktur gefördert werden.

dpa

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