Nationalelf

Sorg erinnert vor Frankreich an die "eigene Stärke"

Deutschland trifft am Dienstag auf die Équipe Tricolore

Sorg erinnert vor Frankreich an die "eigene Stärke" - Die System-Frage ist zweitrangig

Etwas Entspannung, bevor es dann richtig losgeht: Marcus Sorg (v. li.), Andreas Köppke, Joachim Löw.

Etwas Entspannung, bevor es dann richtig losgeht: Marcus Sorg (v. li.), Andreas Köppke, Joachim Löw. imago images

Seit Tagen wird rund um die DFB-Elf darüber diskutiert, mit welcher Grundordnung und welcher Taktik die deutsche Mannschaft den EM-Auftakt gegen Frankreich bestreiten soll. Auch innerhalb des Trainerteams wird darüber natürlich gesprochen, wie Joachim Löws Assistent Marcus Sorg am Samstag bestätigte.

"Unsere eigenen Stärken auf den Platz bekommen"

Diese "permanent" geführte Debatte sei gekennzeichnet durch zwei Dinge: "Erstens muss man schauen, was uns guttut, was wir brauchen, wo unsere Stärken liegen. Zweitens muss man schauen, wie man es schafft, dass man die Stärken der Franzosen aus dem Spiel nimmt", sagte der 55-Jährige, der klar zu erkennen gab, dass man gerade den ersten Punkt nicht aus dem Blick verlieren sollte: "Wir müssen auch gegen Frankreich versuchen, unsere eigenen Stärken auf den Platz zu bekommen."

Ich bin mir sicher, dass wir nicht das ganze Turnier mit dem gleichen Personal und dem gleichen System spielen werden.

Marcus Sorg

Vieles deutet daraufhin, dass die DFB-Elf auch am Dienstag mit einer Dreier-/Fünferkette auflaufen wird - auch wenn Sorg das am Samstag noch nicht bestätigen wollte. Wichtiger als die Frage des Systems sei ohnehin etwas Anderes, wie er am Beispiel Frankreich erläuterte: "Die Franzosen spielen seit Jahren in unterschiedlichen Systemen, aber die Inhalte sind gleich." Man benötige eine gute Basis, auf der man aufbauen könne. Aber: "Ich bin mir sicher, dass wir nicht das ganze Turnier mit dem gleichen Personal und dem gleichen System spielen werden." Man müsse als Mannschaft die Qualität haben, auch während eines Spiels zu reagieren.

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Genau darum soll es in den letzten Tagen vor dem Spiel gehen. Die Basisarbeit sei inzwischen gelegt, jetzt gehe es an die Details. Gerade auch im taktischen Bereich. "Denn im Fußball", unterstrich Sorg, "entscheidet das Detail." Sorg trat im Gespräch mit den Medien daher auch der Vermutung entgegen, dass die erste Elf des DFB-Teams bereits stehe: "Es passiert noch viel bei uns in den nächsten Tagen, deshalb würde ich dem widersprechen."

Jeder Spieler hat seine Rolle

Sorg betonte außerdem, wie wichtig ein guter Teamgeist sei - für den auch all jene zuständig seien, die nicht im ersten Spiel auf dem Platz stehen werden. Jeder Spieler habe im Turnierverlauf seine Rolle. "Und am Ende des Tages reicht vielleicht eine einzige Situation, um den Erfolg der Mannschaft sicherzustellen. Etwa weil man im letzten Spiel den Ball von der Linie kratzt oder das Tor erzielt." "Dafür", sagte Sorg, "lohnt es sich zu arbeiten - und das haben unsere Spieler intus."

Matthias Dersch

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