Champions League

Sommer: "Wir müssen viel mutiger auftreten"

Gladbach: Torhüter spricht Klartext zum Thema Selbstvertrauen

Sommer: "Wir müssen viel mutiger auftreten"

Yann Sommer

"Wir sitzen nicht wie ein Häufchen Elend in der Kabine": Yann Sommer. picture alliance

"In unserer Situation gilt, sich über kleine Erfolgserlebnisse Selbstvertrauen zu holen", sagt Eberl, "und nun ist die Ausgangslage so, dass wir nach dem schlechten Bundesligastart eben in der Champions League die Möglichkeit bekommen, uns positive Momente zu besorgen."

Die Borussen setzen vor dem Auftakt in Sevilla auf den Rollentausch: Im Gegensatz zur Bundesliga ist am Dienstag der Gegner (klarer) Favorit, die Pleiteserie zu Saisonbeginn hat die Erwartungshaltung an die Borussen auf internationalem Parkett erst recht nach unten geschraubt. "Vielleicht liegt darin eine Chance", hofft der Sportdirektor, "in ein solches Spiel kann man ganz anders gehen als in ein Heimspiel gegen den Hamburger SV."

Wir sitzen nicht wie ein Häufchen Elend in der Kabine und wissen nicht mehr, was eigentlich los ist.

Yann Sommer

Auch Yann Sommer baut auf den Außenseitereffekt. "Sevilla hat zwei Mal die Europa League gewonnen, das sagt viel aus. Dass Sevilla Favorit ist, kann durchaus eine Chance sein. Wir haben in dieser Gruppe nichts zu verlieren." Wobei der Torhüter zum Thema "angeknackstes Selbstvertrauen" mit Nachdruck klarstellt: "Wir sitzen nicht wie ein Häufchen Elend in der Kabine und wissen nicht mehr, was eigentlich los ist!"

Mut, glaubt Sommer, sei einer der Schlüssel, um die Wende zu schaffen. Denn der habe beim 0:3 gegen den Hamburger SV gefehlt. "Wir müssen viel mutiger auftreten", fordert der Schweizer, "letztes Wochenende war das relativ mutlos." Das Ziel für Sevilla laute, die eigene Qualität wieder zum Vorschein zu bringen. "Wir sind neu in dieser Liga und wollen beweisen, dass wir dagegen halten können."

Offen ist noch, mit welcher Formation die Borussen am Dienstagabend die Aufgabe im Estadio Ramon Sanchez Pizjuan angehen werden. Trainer Lucien Favre hüllte sich auf der turnusmäßigen Pressekonferenz vor dem Spieltag in Schweigen, welche Umstellungen er plant und wer den gegen Hamburg schwer erletzten Martin Stranzl (Bruch der Augenhöhle) ersetzen wird: "Alles ist möglich."

Jan Lustig

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