Bundesliga

Sommer warnt: "Aufpassen, dass wir nicht absacken!"

Gladbachs Keeper hadert nach dem 0:2 in Hannover

Sommer warnt: "Aufpassen, dass wir nicht absacken!"

Nahm sich selbst nach dem 0:2 nicht aus der Verantwortung: Gladbach-Keeper Yann Sommer ist enttäuscht.

Nahm sich selbst nach dem 0:2 nicht aus der Verantwortung: Gladbach-Keeper Yann Sommer ist enttäuscht. picture alliance

Zum Beispiel das erneut völlig aus dem Rhythmus geratene Offensivspiel. Nach dem rauschhaften 5:0-Spektakel gegen Hertha BSC Berlin ging schon in Ingolstadt (0:1) ganz wenig - in Hannover schließlich gar nichts mehr. "Wir waren sehr ungefährlich. Wir konnten uns eigentlich keine richtige Torchance erspielen", kritisierte der Schweizer. Unter der Woche hatten die Borussen große Hoffnungen in die Rückkehr von Top-Scorer Raffael, der nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel wieder mit von der Partie war, gesetzt. Aber auch der Brasilianer konnte keine entscheidenden Impulse setzen. "Der letzte Pass kam einfach nicht an", so Sommer.

Gladbach schmeckt gegnerische Aggressivität nicht

Eine weitere Parallele zum Ingolstadt-Spiel: Auch in Hannover fehlte den Borussen eine passende Antwort auf die hingebungsvolle Spielweise des Gegners. "Wir hatten jetzt zwei Mal Schwierigkeiten gegen Mannschaften, die mit unglaublich viel Aggressivität und sehr, sehr viel Leidenschaft ans Werk gehen", legte Sommer den Finger in die Wunde. Der 27-Jährige weiter: "Wir konnten unser Spiel wieder nicht so aufziehen, wie wir uns das vorstellen. Da müssen wir Pläne finden, Lösungen haben und uns etwas einfallen lassen. Denn solche Spiele werden wir noch häufiger haben."

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Sich selbst nahm der Keeper gar nicht aus der Verantwortung. Das 0:1 gehe "klar auf meine Kappe", befand Sommer und fasste den Frustabend treffend zusammen: "Ein enttäuschendes Spiel und eine unbefriedigende Leistung von uns."

Zuhause sind wir eine andere Mannschaft auf dem Platz.

Yann Sommer hofft auf das "Heimgesicht" der Borussia

Nach zwei Niederlagen in Folge dürfte die Champions-League-Chance dahin sein, wenngleich die Berliner Niederlage in Hoffenheim (1:2) die Tür zur Königsklasse noch ein wenig offenhält. Vier Punkte Rückstand auf Platz vier aufzuholen, sind bei vier ausstehenden Spieltagen kein Ding der Unmöglichkeit. Aber eben auch ziemlich unrealistisch. Sommer empfiehlt daher, sich auf den ersten Schritt zu konzentrieren und die Teilnahme am internationalen Geschäft über die Europa-League-Qualifikation abzusichern. "Wir sind unheimlich schlecht in die Saison gestartet, haben uns zurückgekämpft - das ist positiv. Aber jetzt müssen wir aufpassen, dass wir zum Schluss nicht absacken, sondern vorne dabei bleiben." Seine Hoffnung: "Zuhause sind wir eine andere Mannschaft auf dem Platz; mutig, mit sehr vielen Ideen. Aber auswärts bekommen wir das zurzeit nicht hin."

Jan Lustig