Qualifikation

Schweiz: Sommer nimmt Tor-Panne mit Humor und wird durch Kobel ersetzt

Abreise des Gladbachers aus familiären Gründen

Sommer nimmt Tor-Panne mit Humor - und wird durch Kobel ersetzt

Ist aus familiären Gründen von der Schweizer Nati abgereist: Gladbachs Torwart Yann Sommer.

Ist aus familiären Gründen von der Schweizer Nati abgereist: Gladbachs Torwart Yann Sommer. imago images

Abgesehen von den sportlich positiven Nachrichten zum Start in diese WM-Qualifikation, genauer gesagt den beiden Erfolgen zum Auftakt in Gruppe C (3:1 in Bulgarien, 1:0 gegen Litauen), hatte die Schweiz am Sonntagabend noch vor dem Anpfiff gegen Litauen für eine skurrile Nachricht gesorgt.

Wie mehrere Schweizer Medien übereinstimmend berichtet hatten, hatten Offizielle um den finnischen Schiedsrichter Mattias Gestranius kurz vor dem geplanten Anstoß um 20.45 Uhr festgestellt, dass ein Gehäuse fünf Zentimeter zu hoch war. 18 Minuten unfreiwillige Verspätung waren die Folge - und dennoch siegte die Nati dank eines frühen Treffers von Xherdan Shaqiri mit 1:0. Der Spott des Boulevards ließ im Anschluss dennoch nicht auf sich warten. "Das erste Tor fällt schon vor dem Anpfiff ... peinlich!", schrieb der "Blick": "Und die große Frage steht im Raum: Wer ist schuldig? Ist der Vollmond schuld? Oder böse Geister?"

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"Komisch"

Der Schweizer Schlussmann Yann Sommer nahm diesen ganzen Vorfall, der wirklich ungewöhnliche Bilder geliefert hatte (Mitarbeiter transportieren das zu große Tor ab, brachten ein neues und mussten dieses auch noch flicken), mit Humor - zumal es am Ende von der FIFA dafür keine Strafe geben wird. "Bei meiner Größe ist das verheerend. Da wird's eng", sagte der 1,83 Meter große Keeper über das "krumme Ding" im Kybunpark und ergänzte: "Ganz ehrlich, mir ist es erst gar nicht aufgefallen." Erst, als Torwarttrainer Patrick Foletti ihm den Ball ein paar Mal reingehauen hatte, "dachte ich: komisch".

Apropos Sommer: Der 32-jährige Bundesliga-Schlussmann, der schon seit 2014 für Mönchengladbach kickt, wird in den abschließenden Tagen dieser Länderspielpause nicht mehr Teil der Eidgenossen sein. Der Torwart ist aus privaten Gründen bereits abgereist ("Wir haben ein paar familiäre Sachen in Deutschland, nix Schlimmes") - und wird beim Freundschaftsduell mit Finnland am Mittwoch (20.45 Uhr) von einem Bekannten aus der Bundesliga vertreten: Gregor Kobel vom VfB Stuttgart.

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mag/sid