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Sommer dabei: Schweiz fährt mit sieben Bundesliga-Profis zur WM

Erstmals berufener Rieder im Aufgebot

Sommer dabei: Schweiz fährt mit sieben Bundesliga-Profis zur WM

Sie wollen mit der Schweiz in Katar begeistern: Murat Yakin (li.) und Yann Sommer.

Sie wollen mit der Schweiz in Katar begeistern: Murat Yakin (li.) und Yann Sommer. imago images (2)

Im Rahmen einer Pressekonferenz in Luzern präsentierte Nationalcoach Murat Yakin seine 26 Spieler, die mit zur WM nach Katar (20. November bis 18. Dezember) reisen werden. "Zusammen möchten wir Geschichte schreiben", stellte Yakin klar: "Für unsere Fans und für unser schönes und vielseitiges Land."

Die Schweizer wollen versuchen, an ihre begeisternden Auftritte bei der letztjährigen Europameisterschaft in England anzuknüpfen. Die "Nati"  preschte bis ins Viertelfinale vor - und scheiterte dort erst im Elfmeterschießen an Favorit Spanien. Absoluter Leistungsträger und Erfolgsgarant war damals Yann Sommer, um den die Nationalmannschaft und Coach Yakin bis zuletzt bangten. Der Gladbacher Stammkeeper wird nach seinem im DFB-Pokal gegen Darmstadt 98 erlittenen Bänderriss im Sprunggelenk aber rechtzeitig fit, schon für das Borussen-Duell mit Dortmund am Freitag bestehe laut Gladbachs Cheftrainer Daniel Farke "eine gewisse Rest-Hoffnung".

Für die WM-Endrunde in Katar, übrigens das erste große Turnier unter Yakin, hat der Nationaltrainer neben Sommer 18 weitere Profis aufgeboten, die bereits 2021 dabei waren. "Wir hatten auf einigen Positionen die Qual der Wahl", so der Coach der Eidgenossen: "Viele Spieler haben in den letzten Wochen und Monaten überzeugende Leistungen abgeliefert. Aber letztlich musste ich mich auf 26 Namen beschränken. Ich bin überzeugt davon, dass diese 26 uns jederzeit helfen können, unsere Ziele umzusetzen."

Shaqiri schließt zu Behrami auf

Auf ihre WM-Premiere hoffen Michel Aebischer, Fabian Frei, Ardon Jashari, Philipp Köhn, Noah Okafor, Renato Steffen und der überhaupt erstmals berufene Fabian Rieder. Genug Erfahrung mit großen Turnieren hat derweil der ehemalige Bayern-Profi Xherdan Shaqiri, der in puncto Endrunden-Teilnahmen zu Valon Behrami aufschließen wird.

Nach den Weltmeisterschaften 2010, 2014 und 2018 sowie den Europameisterschaften 2016 und 2021 bestreitet der 108-malige Nationalspieler sein sechstes Großevent - bis dato steht die Rekordzahl von acht Endrundentoren in seiner Vita. Rund die Hälfte des Aufgebots hat zudem mindestens drei Endrunden bestritten.

Das Schweizer Team fliegt am 14. November von Zürich nach Doha und zwei Tage später weiter nach Abu Dhabi, wo am 17. November der letzte Formcheck ansteht: Eine Woche vor dem ersten WM-Auftritt gegen Kamerun steht im Al-Nahyan-Stadion das Länderspiel gegen Ghana auf dem Programm.

In der herausfordernden Gruppe G messen sich die Schweizer mit Mitfavorit Brasilien, Serbien und eben Kamerun.

Der Schweizer Kader im Überblick:

Tor: Yann Sommer (Gladbach), Gregor Kobel (Borussia Dortmund), Jonas Omlin (Montpellier), Philipp Köhn (RB Salzburg)

Abwehr: Manuel Akanji (Manchester City), Eray Cömert (Valencia), Nico Elvedi (Gladbach), Ricardo Rodriguez (Torino), Fabian Schär (Newcastle United), Silvan Widmer (Mainz), Edimilson Fernandes (Mainz)

Mittelfeld: Michel Aebischer (Bologna), Fabian Frei (Basel), Remo Freuler (Nottingham), Ardon Jashari (Luzern), Fabian Rieder (Young Boys), Djibril Sow (Eintracht Frankfurt), Granit Xhaka (Arsenal), Denis Zakaria (Chelsea)

Angriff: Breel Embolo (AS Monaco), Christian Fassnacht (Young Boys), Noah Okafor (Red Bull Salzburg), Haris Seferovic (Galatasaray), Xherdan Shaqiri (Chicago), Renato Steffen (Lugano), Ruben Vargas (Augsburg)

msc