Int. Fußball

Solskjaer attackiert Heung-Min Son scharf - Mourinho schlägt zurück

Mourinho kontert ManUnited-Trainer

Solskjaer attackiert Son: "Wenn das mein Sohn wäre ..."

Unschönes Nachspiel: Ole Gunnar Solskjaer, Heung-Min Son und José Mourinho (v.l.).

Unschönes Nachspiel: Ole Gunnar Solskjaer, Heung-Min Son und José Mourinho (v.l.). imago images (3)

In der Hinrunde verlor Manchester United gegen die Tottenham Hotspur 1:6, am Sonntag gewann der Rekordmeister das zweite Duell 3:1. Doch was nach den Spielen geschah, ähnelte sich auf unangenehme Weise: Jeweils stellte Ole Gunnar Solskjaer sein fragwürdiges Verständnis von Kindererziehung öffentlich zur Schau.

Damals war Anthony Martial in der 28. Minute mit Rot vom Platz gestellt worden, weil er Erik Lamela ins Gesicht gelangt hatte. Diesmal war ManUnited in der 34. Minute das vermeintliche 1:0 nach VAR-Eingriff genommen worden, weil Heung-Min Son in der Entstehung von Scott McTominay im Gesicht getroffen worden war, der Glück hatte, dafür nicht nachträglich Gelb-Rot zu sehen.

Solskjaer: "Wenn Son mein Sohn wäre, würde er nichts zu essen bekommen"

Solskjaer damals über Lamela: "Wenn das mein Sohn wäre, bekäme er zwei Wochen lang nur Brot und Wasser." Solskjaer diesmal über Son: "Wenn das mein Sohn wäre, würde er nichts zu essen bekommen."

Der ManUnited-Trainer warf dem späteren Spurs-Torschützen - wie Anfang Oktober Lamela - Theatralik vor. Son habe "drei Minuten am Boden gelegen" und "zehn Teamkollegen gebraucht, die ihm aufhelfen". "Das ist peinlich", so Solskjaer, "der Fußball ist völlig dahin." Auf die Frage, ob United erneut "betrogen" worden sei, antwortete der dreifache Familienvater: "Wir nicht, die Schiedsrichter." Referee Chris Kavanagh habe "leider entschieden, dass wir nicht Fußball spielen. Ich bin komplett fassungslos, dass das ein Foul sein soll."

Mourinho: "Son hat großes Glück, dass sein Vater ein besserer Mensch ist als Ole"

Sons Trainer José Mourinho machte erst einmal etwas anderes fassungslos: dass ihn keiner um einen Kommentar zu Solskjaers Aussagen fragte. "Das ist sehr, sehr traurig", meinte "The Special One" auf der Pressekonferenz ganz in seinem Element. "Es ist traurig, dass Sie nicht die moralische Aufrichtigkeit haben, mich genauso zu behandeln wie andere."

Einen Konter ließ sich Mourinho selbstverständlich auch ohne explizite Frage nicht nehmen. "Ich möchte nur sagen: 'Sonny' hat großes Glück, dass sein Vater ein besserer Mensch ist als Ole. Ich bin auch Vater, und ich denke, als Vater musst deine Kinder immer ernähren, egal, was sie tun. Wenn du stehlen musst, um sie zu ernähren, stielst du." Er habe auch Solskjaer seine Meinung bereits mitgeteilt.

Tottenham: Son in den sozialen Medien rassistisch beleidigt

Son musste neben dessen Kommentaren noch ganz andere Reaktionen über sich ergehen lassen: Tottenham berichtete von "abscheulichen rassistischen Beleidigungen" in den sozialen Netzwerken gegen den Südkoreaner.

jpe