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WM 2022: So wäre das deutsche Aus schon am Sonntag besiegelt

Nach Auftaktpleite gegen Japan

So wäre das deutsche WM-Aus schon am Sonntag besiegelt

Er war einer der Unglücksraben bei der deutschen Auftaktniederlage: Nico Schlotterbeck.

Er war einer der Unglücksraben bei der deutschen Auftaktniederlage: Nico Schlotterbeck. imago images

Die Enttäuschung war den deutschen Nationalspielern nach dem Fehlstart in die Winter-WM ins Gesicht geschrieben. Statt eines Statements zum Auftakt gab die DFB-Elf eine Führung zur Pause her - und ging im ersten Spiel gegen Japan sogar als Verlierer vom Feld (1:2). Mit Selbstkritik sparte der Weltmeister von 2014 nicht. Mittelfeld-Antreiber und Torschütze Ilkay Gündogan meinte nach der überraschenden Niederlage sogar: "Man hatte das Gefühl, dass nicht jeder den Ball haben wollte."

Ganz anders präsentierte sich wenige Stunden später der zweite deutsche Gruppengegner. Spanien strahlte in seinem ersten Match totale Dominanz aus und feierte einen furiosen 7:0-Erfolg gegen Außenseiter Costa Rica. Die Iberer sprühten vor Spielfreude, hatten 82 Prozent Ballbesitz, eine Passquote von 94 Prozent und präsentierten sich vor dem gegnerischen Tor kaltschnäuzig. Das 7:0 bedeutete den höchsten WM-Sieg der spanischen Geschichte - die vorherige Bestmarke war bei der WM 1998 (6:1 gegen Bulgarien) aufgestellt worden.

Verlieren verboten

Der Druck auf der deutschen Mannschaft vor dem Klassiker gegen Spanien am Sonntag (20 Uhr, LIVE! bei kicker) ist immens. Denn bereits im Aufeinandertreffen der Weltmeister von 2010 und 2014 droht das überraschend frühe WM-Aus. Schon 2018 war das DFB-Team als amtierender Titelverteidiger in der Gruppenphase gescheitert.

Der zweite Gruppen-K.-o. nach der Blamage in Russland steht fest, wenn Deutschland gegen Spanien verliert und zuvor Japan gegen Costa Rica mindestens einen Punkt holt. Dass die nach dem Seitenwechsel frech aufspielenden Japaner gegen den bemerkenswert schwachen Vertreter aus Zentralamerika sogar gewinnen können, gilt als wahrscheinlich.

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Bei Remis gegen Spanien wird's kompliziert

Richtig kompliziert wird die Lage für die Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick bei einer Punkteteilung gegen Spanien. Denn: Holt Japan zuvor gegen Costa Rica mindestens einen Zähler, hätte Deutschland bei einem eigenen Remis sein WM-Schicksal vor dem abschließenden Gruppenspiel am 1. Dezember gegen Costa Rica nicht mehr in der eigenen Hand.

Spanien (in diesem Szenario mit vier Punkten auf dem Konto) und Japan (vier oder gar sechs Zähler) würden mit einem Unentschieden im zeitgleich ausgetragenen direkten Duell die deutsche Mannschaft entscheidend abhängen.

Torverhältnis vor direktem Vergleich

Mit absoluter Sicherheit noch Chancen auf den Einzug in die Runde der letzten 16 in Katar hätte das DFB-Team bei einem Sieg gegen das nun die Gruppe anführende Spanien. Dann könnten am letzten Gruppenspieltag allerdings auch die Rechenspiele beginnen. Womöglich würde die Tordifferenz entscheiden, die bei der WM-Endrunde bei Punktgleichheit dem direkten Vergleich überwiegt.

msc

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