2. Bundesliga

So schaufelte sich Schalke sein Millionengrab

Sechs Millionen Handgeld für Uth nur ein Beispiel

So schaufelte sich Schalke sein Millionengrab

Ablösefrei? Bei Mark Uth flossen trotzdem Millionen.

Ablösefrei? Bei Mark Uth flossen trotzdem Millionen. imago images

Schon bei früheren teuren Sünden haben die Schalker ein erhebliches Verlustgeschäft gemacht. Der immer noch kostspieligste Zugang der Vereinsgeschichte namens Breel Embolo, 2016 für eine Sockelablöse in Höhe von 22,5 Millionen Euro aus Basel gekommen, wechselte drei Jahre später für weniger als die Hälfte nach Gladbach. Bei Yevhen Konoplyanka, Sommerzugang 2016, zog Schalke später für 12,5 Millionen die Kaufoption, der Ukrainer verabschiedete sich 2019 nach Donezk - für 1,8 Millionen.

Nach dem Abstieg in die 2. Liga muss der FC Schalke nun mit etlichen weiteren Verlustgeschäften rechnen, basierend auf vor allem für die Profis äußerst lukrativen Arbeitspapieren aus der jüngeren Vergangenheit. Damit hat sich der ehemalige Europapokal-Dauergast gewissermaßen sein eigenes Millionengrab geschaufelt.

Sechs Millionen für den Spieler, drei Millionen für den Berater

Ein gutes Beispiel ist Mark Uth. Der Stürmer kam 2018 von der TSG Hoffenheim. Ablösefrei zwar, aber: Nach kicker-Informationen schlug allein der Abschluss des Vierjahresvertrags mit neun Millionen Euro zu Buche - sechs Millionen Handgeld für den Spieler, drei Millionen für Berater.

Laut Vertrag könnte Uth ein Jahr vor Ablauf, also in diesem Sommer, für 20 Millionen Euro wechseln. So hoch ist aktuell die gemäß einer Klausel festgeschriebene Ablösesumme.

Doch die Königsblauen werden kaum einen Euro bekommen. Der Reiz am Abschied des Angreifers: Schalke spart das Gehalt. Wie bei einigen anderen Spielern mit auch in der 2. Liga gültigem Vertrag ist dieses üppig: Uths Jahresgrundgehalt liegt bei drei Millionen Euro, kann mitunter aber durch Prämien rasch anwachsen. So wurde die Punktprämie mit 17.500 Euro verankert, unter anderem.

Warum Uths Punktprämie sogar noch vergleichsweise moderat ausfällt und welche Folgen die teuren Sünden der Vergangenheit für die mittlerweile Verantwortlichen haben, lesen Sie in der Donnerstagausgabe des kicker (auch als eMagazine).

Toni Lieto

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