Champions League

Lukrativ wie nie: Die Champions-League-Prämien ab 2024/25

Was dem VfB und anderen winken würde

So lukrativ wird die Champions League ab 2024/25

In der Bundesliga derzeit auf Champions-League-Kurs: der VfB Stuttgart (hier Enzo Millot, li.) und Bayer Leverkusen (hier Piero Hincapie).

In der Bundesliga derzeit auf Champions-League-Kurs: der VfB Stuttgart (hier Enzo Millot, li.) und Bayer Leverkusen (hier Piero Hincapie). IMAGO/Kirchner-Media

Sechs Punkte hat der VfB Stuttgart am Sonntag durch den 3:1-Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05 bereits zwischen sich und die fünftplatzierten Leipziger gebracht. Auch wenn es weiterhin keiner der Beteiligten öffentlich aussprechen mag: Der Fast-Absteiger der Vorsaison steuert nach 21 Spieltagen klar auf die Champions League zu, zumal unter Umständen dafür sogar der fünfte Platz reicht.

Und es könnte schlechtere Zeitpunkte geben, nach 15 Jahren wieder in die Königsklasse zurückzukehren. Denn: Durch die umfassende Reform, die ab 2024/25 greift, wird der wichtigste Europapokal eine noch üppigere Goldgrube, als er ohnehin schon ist. Die Champions League wird lukrativ wie nie.

Real Madrid s training and press conference, PK, Pressekonferenz in Leipzig - 12 Feb 2024 Toni Kroos of Real Madrid attends a press conference on the eve of the UEFA Champions League round of 16, first-leg football match between RB Leipzig and Real Madrid CF in the Red Bull Arena. Leipzig Germany Copyright: xFedericoxTitonex xSOPAxImagesx FTITONE_0003

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Statt 2,002 Milliarden Euro schüttet die UEFA ab der neuen Saison pro Jahr 2,467 Milliarden Euro an die Klubs aus, die sich qualifizieren. Zwar wächst auch das Teilnehmerfeld von 32 auf 36, dennoch gibt es im Schnitt noch mehr Geld zu verdienen als bisher.

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Während der Graben zwischen Champions und Europa League nahezu unverändert groß bleibt - in der Königsklasse gibt es rund 4,4-mal mehr Geld -, ändert die UEFA den Verteilungsschlüssel innerhalb der Champions League. Dabei steigt sowohl der Anteil der Antritts- als auch der Leistungsprämien, während die neu geschaffene "Wertesäule", die aus den bisherigen Säulen Marktpool und Klub-Koeffizient hervorgegangen ist und für die vergangene Erfolge maßgeblich sind, "nur" noch 35 Prozent der insgesamt ausgeschütteten Gelder ausmacht.

Neuer Rekord bei den Antrittsgeldern

Konkret bedeutet das ab der neuen Saison: Jeder der 36 Klubs erhält unabhängig vom Abschneiden eine fixe Antrittsgage von 18,85 Millionen Euro und damit gut drei Millionen Euro mehr als bisher (15,64 Millionen Euro). Weil künftig jeder Teilnehmer acht statt sechs Champions-League-Spiele sicher hat - darunter vier statt bisher drei Heimspiele -, steigen die fixen Einnahmen sogar noch weiter.

Dazu wird jeder Punktgewinn und jedes Weiterkommen noch mehr Geld einbringen. Die Leistungsprämien machen ab 2024/25 37 statt 30 Prozent der Gesamtprämien aus, wobei die UEFA noch nicht bekanntgegeben hat, mit wie viel Geld sie dann ein Unentschieden (bislang 930.000 Euro) oder einen Sieg (bislang 2,8 Millionen Euro) belohnen wird.

Dazu kommt, dass es durch den neuen Modus potenziell leichter wird, sich für die K.-o.-Phase zu qualifizieren. Statt wie bisher die Hälfte der Gruppengegner genügt es in der neuen 36er-Liga, zwölf Teams, also ein Drittel, hinter sich zu lassen. Dafür sind Abstiege in die Europa League nicht mehr möglich.

Zwar winkt durch die parallele Aufblähung der Europa und der Conference League auch in den anderen Europapokalen mehr Geld als bislang. Selten dürften Klubbosse in Europa aber derart innig auf eine Champions-League-Teilnahme gehofft haben wie in dieser Saison.

jpe

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