Bundesliga

So lockte Jürgen Klopp Sven Bender zu Borussia Dortmund

Zwillinge erinnern sich an entscheidende Begegnungen ihrer Karriere

So lockte Klopp Sven Bender zum BVB: "Nach einer Minute wusste ich: Da will ich hin"

Hatten gemeinsam viel Spaß beim BVB: Sven Bender (li.) und Jürgen Klopp.

Hatten gemeinsam viel Spaß beim BVB: Sven Bender (li.) und Jürgen Klopp. imago images

Die Bender-Zwillinge haben viel erlebt in ihren 15 Jahren als Fußballprofi. Doch trotz dieser langen Zeit spielten die beiden 32-Jährigen nur für drei verschiedene Profi-Klubs: gemeinsam zu Beginn bei 1860 München und am Ende bei Bayer 04 Leverkusen. Zudem erlebte Sven von 2009 bis 2017 bei Borussia Dortmund seine erfolgreichste Zeit, holte zwei deutsche Meistertitel und zweimal den DFB-Pokal.

Einen Moment, den Sven Bender nie vergessen wird, war das Telefonat mit dem damaligen BVB-Trainer Jürgen Klopp vor seinem Wechsel nach Dortmund. In diesem präsentierte der heutige Teammanager des FC Liverpool offenbar all seine Qualitäten als Menschenfänger.

Nur über das Telefon hat er es irgendwie geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen.

Sven Bender über Jürgen Klopp

"Kloppo hat mich damals angerufen. Nach einer Minute habe ich gewusst: Da will ich hin. Damals habe ich ihn nicht einmal persönlich gekannt, aber nur über das Telefon hat er es irgendwie geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen, dass ich gesagt habe: Da muss ich hin. Was anderes kommt gar nicht mehr infrage", schwärmt Bender noch zwölf Jahre später vom ersten Kontakt mit dem heutigen Weltklasse-Trainer.

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Unter Klopp erlebte Sven Bender sein Karrierehoch. Doch auch andere wegweisende Entscheidungen der Benders wurden durch solche Begegnungen beeinflusst, "ob es Horst Hrubesch in unserer Jugend war oder allgemein unsere Jugendtrainer", so Sven, "das sind diese Momente, die bei einem ankommen müssen. In denen du dich entscheiden musst. Und dafür müssen wir dankbar sein, dass diese Entscheidungen im Rückblick immer so positiv ausgefallen sind."

Lars Bender über Völler: "Nicht irgendwie verwässert"

Das gilt auch für Lars. Bevor er 2009 zu Bayer 04 Leverkusen wechselte, war er sich nicht sicher, ob dies der richtige Schritt sei. "Ich war erst überzeugt, dann skeptisch, aber nach dem letzten Gespräch mit Michael Reschke (damals Kaderplaner, Anm. d. Red.) und Rudi Völler war ich mehr als überzeugt", erzählt der frühere Kapitän der Werkself.

Sein damaliger Eindruck von Leverkusens heutigem Geschäftsführer wurde bestätigt. "Ich habe mich menschlich in ihm nicht geirrt", sagt Bender zwölf Jahre später und lobt den Weltmeister von 1990: "Rudi verstellt sich nicht, ist aufrichtig. Er ist jemand, der auch schon mal seine Meinung sagt. Man weiß, was man bekommt. Er ist eben authentisch, ehrlich und nicht irgendwie verwässert, sondern ganz sauber und gerade." So wie die Benders selbst.

Stephan von Nocks