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Was Robert Lewandowski und eSportler gemein haben

Barcas Stürmer sieht einige Gemeinsamkeiten

"So ist es im Fußball und eSport": Was Lewandowski und eSportler eint

Für Robert Lewandowski greifen Videospiele und Sport ineinander.

Für Robert Lewandowski greifen Videospiele und Sport ineinander. IMAGO/ZUMA Press Wire

Für den FC Barcelona endete am Wochenende eine holprige Spielzeit. Im Copa del Rey und der Champions League jeweils im Viertelfinale ausgeschieden, liefen die Katalanen in der Meisterschaft deutlich hinter dem großen Rivalen Real Madrid ins Ziel ein. Mit einem 2:1 in Sevilla gelang Barca aber zumindest ein versöhnlicher Abschied für den scheidenden Trainer Xavi - auch, weil Robert Lewandowski sich einmal mehr in die Torschützenliste eintrug.

"Mentalität und Physis" in allen Welten unabdingbar

Es war der 19. Ligatreffer des Polen, der damit einmal mehr unter Beweis stellte, mit Mitte 30 weiterhin einer der Besten seiner Zunft zu sein. Lewandowski weiß, worauf es psychisch und physisch ankommt, um auf höchstem Level zu bestehen. "Wenn du dich körperlich oder vom Kopf schwach fühlst, ist deine Leistung nicht optimal. Fühlst du dich gut, kannst du bessere Leistungen zeigen", fasst der Goalgetter bei einem Gespräch in Barcelona zusammen, und fügt an: "So ist es im Fußball und im eSport."

Der Nachsatz kommt dabei nicht von ungefähr. Lewandowski ist überzeugt, dass Profis der realen wie virtuellen Welt gleichermaßen "Mentalität und Physis" benötigen. Daher hat er auch einen wichtigen Hinweis für alle ambitionierten Gamer: "Du musst bereit und komplett konzentriert sein und das bist du nicht, wenn du nur spielst. Du musst auch ins Fitnessstudio oder Laufen gehen." Es gelte, die bestmöglichen physischen Voraussetzungen zu schaffen, um am Pad optimal abzuliefern: "Ich bin der Meinung, das ist wichtig im eSport."

Balance zwischen virtueller und echter Welt

Lewandowski geht es bei seinem Tipp aber nicht darum, altbackene Gaming-Klischees vom übergewichtigen Zocker zu bespielen, der kaum vor die Tür geht. Vielmehr verweist er auf eine ausgewogene Gestaltung der Trainingsroutinen und des Lebensstils. "Es braucht eine Balance. Man kann immer Zeit finden, um zu spielen, aber auch, um aktiv zu sein", findet er, und betont: "Jeder kann beides machen, aber du musst wissen, wann und wie lange. Wenn eine Seite zu kurz kommt, ist das nicht gut - egal, über welche der beiden Sachen wir sprechen."

Tatsächlich tut sich auch Lewandowski selbst gelegentlich noch schwer, einen Ausgleich zu schaffen - trotz über einer Dekade als Profisportler. "Ich bin vielleicht manchmal zu aktiv und brauche dann Ruhe", gibt der 35-Jährige zu, dem beim Abschalten auch immer wieder Videospiele helfen. Getreu dem Motto: "Fußball und Gaming haben einiges gemeinsam und es geht darum, die Balance zu finden."

mja

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