England

Arsenal: Smith Rowes kurioser Treffer sorgt für Diskussionen

Erst nach VAR-Eingriff gegeben

"So etwas noch nie gesehen": Smith Rowes kurioser Treffer sorgt für Diskussionen

Weggedreht: Selbst Schiedsrichter Martin Atkinson (3. v. li.) hatte den Überblick verloren.

Weggedreht: Selbst Schiedsrichter Martin Atkinson (3. v. li.) hatte den Überblick verloren. imago images/Sportimage

Die Schlagzeilen gehörten nicht nur Cristiano Ronaldo, der auch mit seinem (wahrscheinlich) 800. Karrieretor zum großen Matchwinner im Old Trafford avancierte. Denn erst der Doppelpack des Portugiesen besänftigte Red Devils, die nach 13 Spielminuten noch ziemlich aufgebracht gewesen waren. Was war passiert?

Nach einer Ecke der Gäste aus London, von Martin Ödegaard getreten, klärte Uniteds Abwehrchef Harry Maguire per Kopf. Über Umwege landete die Kugel dann bei Emile Smith Rowe - und von dessen linken Fuß aus knapp 20 Metern im kurzen Eck.

Normalerweise hätte Manchesters Schlussmann David de Gea die Direktabnahme wahrscheinlich gehalten, doch der Spanier lag zusammengekrümmt auf seiner Linie. Daher pfiff Schiedsrichter Martin Atkinson ab - nachdem der Ball gerade eingeschlagen hatte. Doch die Schmerzen waren de Gea nicht von einem Gegenspieler zugefügt worden.

Teamkollege Fred war dem 31-Jährigen versehentlich auf den Fuß gestiegen, der in der Folge für einige Sekunden aus dem Spiel genommen war. Smith Rowe reagierte sowohl schnell als auch technisch höchst ansehnlich - Referee Atkinson ein wenig verzögert. Doch nach mehrminütiger Unterbrechung samt VAR-Eingriff gab er den Treffer, der allem Anschein nach ganz regulär gefallen war.

"So etwas habe ich noch nie gesehen", gab Arsenals Trainer Mikel Arteta nach dem schließlich verlorenen Spiel zu Protokoll. "Wenn ein Torhüter zu Boden geht, sollte man das Spiel unterbrechen. Doch Fehler passieren", meinte indes Bruno Fernandes, der Manchesters Ausgleich geschossen hatte. "Aber ich weiß nicht, ob es wirklich ein Fehler war", schob der Portugiese hinterher.

Torwart gegen Stürmer: Selbst die Experten sind sich uneinig

Als Torwartexperte der BBC sprach Englands ehemaliger Nationalkeeper Rob Green, dem im einem Länderspiel gegen Belarus 2006 etwas ähnliches passiert war. "Der Spieler, der damals gegen mich traf, lachte, als er einschob. Smith Rowe lachte nicht, so viel ist sicher. Ich glaube nicht mal, dass ihm die Situation ganz klar war."

Während Ex-Keeper Green allerdings darauf pochte, dass es nicht die "sportliche Entscheidung" war, das Tor zu geben, erklärte Alan Shearer bei "Amazon Prime" die Sichtweise des Stürmers: "Ich dachte sofort: Tor. Ich habe kein Foul am Torwart gesehen und denke nicht, dass er deswegen zu Boden gehen musste. Wäre er schwerer verletzt gewesen, hätte man anders argumentieren können - doch eine Minute später lief de Gea schon wieder."

Das Tor zählte, Manchester gewann trotzdem. Am Ende ist es wohl so, wie Uniteds scheidender Trainer Michael Carrick erleichtert feststellte: "Lange wird es zum Glück nicht mehr Thema sein."

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