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Skoda Kodiaq RS: SUV als Spitzensportler

Modellpflege für das große SUV – Topmodell mit 245 PS – Preis ab 48.990 Euro

Skoda Kodiaq RS: SUV als Spitzensportler

Skoda Kodiaq RS: Mit Allradantrieb und 245 PS.

Skoda Kodiaq RS: Mit Allradantrieb und 245 PS. Hersteller

Auch einen Bestseller muss man von Zeit zu Zeit überarbeiten, deshalb lässt Skoda seinem großen SUV Kodiaq jetzt nach rund vier Jahren Bauzeit grundlegende Modifikationen angedeihen. Im Zentrum stehen vor allem effizientere Motoren und – dazu später - die neue TSI-Topmotorisierung für den Kodiaq RS. Insgesamt zeigen sich aber alle Modelle modernisiert und markanter im Design, wobei die umgestaltete Frontpartie jetzt mit optionalen Voll-LED-Matrix-Scheinwerfern aufwartet. Innen kann der Kunde künftig unter anderem ergonomische Sitze mit Belüftung und Massagefunktion wählen, außerdem gibt es größere Cockpit-Monitore und mittig bis zu 9,2 Zoll große Touchscreens. Ebenfalls kann das auf Wunsch siebensitzige SUV in drei Ausstattungsstufen ("Active", "Ambition" und "Style") sowie als "Sportline" und "L&K" geliefert werden. Der Einstiegspreis des Kodiaq liegt bei 29.990 Euro, der Preis der Topvariante RS startet bei 48.990 Euro.

Durchzug aus dem Drehzahlkeller

Der neue RS hebt sich in besonderem Maße aus der Kodiaq-Modellpalette heraus. Er ist ein echter Spitzensportler unter den SUVs. Ihn treibt ein bärenstarker Zweiliter-TSI mit 180 kW/245 PS und 370 Newtonmetern Drehmoment an. Schon in niedrigen Touren (ab 1600/min) steht ein bulliger Durchzug parat. Mit dem aus dem  Octavia RS bekannten Turbobenziner ersetzen die Tschechen den bisherigen Spitzendiesel im RS. Die Umorientierung erfolgt, obwohl der Anteil der Selbstzünder beim Kodiaq noch sehr hoch liegt und 65 Prozent erreicht.

Schafft 234 Sachen

Das Motorgewicht konnte um 60 Kilo gegenüber dem Diesel-Vorgänger gesenkt werden, weitere 5,2 Kilo wurden beim Siebengang-Direktschaltgetriebe (DSG) eingespart. Nicht zuletzt diese Diät macht den RS agiler. Das zeigen auch die Fahrdaten: In nur 6,5 Sekunden sprintet das sportliche SUV von 0 auf Tempo 100 und erreicht in der Spitze 234 km/h. Immer serienmäßig an Bord sind das erwähnte Siebengang-DSG und der permanente Allradantrieb.

Skoda Kodiaq

Bewältigt fahrtechnisch den Spagat: Der RS kann sportlich, aber auch komfortabel. Hersteller

Der Allrad-Sportler meistert seine Sache nicht nur auf ausgebauten Straßen, sondern auch im Gelände vorbildlich. Reparaturbedürftige Asphaltstrecken bescheren ihm und den Insassen genauso wenig Komforteinbußen wie große und kleine Bodenwellen. Die Fahrwerksabstimmung ist rundum gelungen. Nicht zuletzt das serienmäßige Adaptiv-Fahrwerk erfüllt hohe Ansprüche. Selbst in der Stufe Sport kommt der Fahrkomfort nicht zu kurz, genau richtig also für den Einsatz als kräftiger Langstreckengleiter. Festzustellen bleibt indes, dass sich der Kodiaq RS in engen Landstraßenkurven ein wenig zur Seite neigt – auch wenn er ansonsten trotz seiner Größe recht handlich wirkt. Die Lenkung arbeitet präzise – ganz wie bei den Premium-Konkurrenten, die allerdings einiges mehr kosten als der Skoda.

Optisch fällt das 4,70 Meter lange SUV nicht nur durch die modifizierten äußeren Karosseriedetails im Straßenbild auf, sondern auch durch die aerodynamischen 20-Zoll-Aluräder. Dazu kommen markante Design-Akzente in Schwarz bei Kühlergrill, Dachreling und Außenspiegelkappen.

Auch multimedial schneller

Skoda Kodiaq RS

Auch Laura fährt mit: So nennt Skoda seine aufmerksame Sprachassistentin. Hersteller

Den geräumigen Innenraum hat Skoda ebenfalls aufgefrischt: Bequem und gut konturiert geben sich die Sportsitze, je nach Ausstattung mit diversen Zusatzfunktionen und "nachhaltiger" Polsterung aus recycelten Materialien ausgestattet. Das unten abgeflachte Sportlenkrad liegt griffig in der Hand, die neuen Regler aus Metall am Lenkradkranz wirken edel; zudem werden die Maßstäbe der Navigationskarte und Lautstärke über Drehwalzen geregelt. Das optionale Multimediasystem bekommt einen schnelleren Prozessor und hochauflösende Grafik, der Touchscreen ist bis zu 9,2 Zoll groß. Die Bedienung ist relativ einfach, mancher wünscht sich allerdings während des Abrufens der vielen Untermenüs eine logische "Back"-Taste. Gut in Form ist die Sprachassistentin Laura, die jetzt ganze Sätze versteht. Die induktive Ladestation gibt es nur gegen Aufpreis.

Gerüstet für die große Reise

Nachgelegt haben die Tschechen auch beim Thema Sicherheit: Zu den umfangreichen Assistenzsystemen gesellt sich der proaktive Insassenschutz, der nunmehr auch bei Auffahrunfällen in den Heckbereich wirkt. Ins Gepäckabteil passen übrigens stolze 835 bis 2065 Liter, da steht der großen Urlaubsreise bei einem Verbrauch von 8,6 l/100 km, entsprechend 195 g/km CO2 (laut WLTP-Norm) wohl kaum etwas entgegen. Und wenn es um Caravaning geht: Sogar auf den Haken kann der RS eine Menge nehmen, die Anhängelast beträgt 2500 Kilo.

Ingo Reuss

Skoda Kodiaq RS in Kürze:

Wann er kommt: Ist bereits bestellbar

Wen er ins Visier nimmt: BMW X3 xDrive30i, VW Tiguan Allspace R-Line, Audi Q5 45 TFSI quattro S tronic, Alfa Romeo Stelvio 2.0 Turbo 16V etc.

Was ihn antreibt: Zweiliter-Turbobenziner mit 180 kW/245 PS

Was er kostet: Ab 48.990 Euro.