Langlauf

Skiathlon: Machtdemonstration von Johaug - DSV hat verwachst

Nordische Ski-WM in Oberstdorf: Tränen bei Hennig

Skiathlon: Machtdemonstration von Johaug - DSV hat verwachst

Wurde ihrer Favoritenstellung gerecht: Therese Johaug aus Norwegen.

Wurde ihrer Favoritenstellung gerecht: Therese Johaug aus Norwegen. imago images

Therese Johaug hat ihren WM-Titel im Skiathlon verteidigt und über 15 Kilometer die Konkurrenz deklassiert. Die 32 Jahre alte Norwegerin gewann am Samstag in Oberstdorf mit einem Vorsprung von 30 Sekunden vor der Schwedin Frida Karlsson. Bronze holte Ebba Andersson aus Schweden. Für Johaug, die in Seefeld vor zwei Jahren dreimal Weltmeisterin wurde, war es das elfte WM-Gold in ihrer Karriere. Auch ein kleiner Sturz in der Anfangsphase des Rennens konnte Johaug nicht stoppen.

Für die deutschen Langläuferinnen lief der Skiathlon bei der Heim-WM schlecht. Pia Fink belegte als Beste den 19. Rang. Chancenlos war Hoffnungsträgerin Katharina Hennig, die nicht über Platz 29 hinauskam. Teamchef Peter Schlickenrieder erklärte schon während des Rennens in der ARD: "Es ist sehr deutlich, dass wir uns beim Klassisch-Wachs vergriffen haben. Wir hatten schnelle Ski, aber nicht den nötigen Grip, gerade wenn es am Burgstall zur Sache ging." Beim Skiathlon laufen die Athleten die Hälfte der Strecke in der klassischen Technik, wechseln dann Skier und bestreiten die zweite Hälfte in der Skating-Technik.

"Ich bin sehr traurig. Es ist bitter, wenn an dem Tag, der vielleicht der wichtigste im Jahr ist, einiges schief läuft. Ich mache aber niemandem einen Vorwurf, es gibt Wichtigeres im Leben", sagte Hennig, die im Ziel bittere Tränen weinte.

dpa/sid/jch