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Skepsis bei Kastening und Heymann: Gislason hofft auf Kühn

DHB-Medientermin am Dienstag - Bundestrainer hofft auf "normale" WM

Skepsis bei Kastening und Heymann: Doch Gislason hofft auf Kühn

Bei der WM vereint? Julius Kühn und Trainer Alfred Gislason.

Bei der WM vereint? Julius Kühn und Trainer Alfred Gislason. imago images/Pressefoto Baumann

Gislason hofft noch auf einen WM-Einsatz von Rückraumspieler Julius Kühn, bei den ebenfalls verletzten Timo Kastening und Sebastian Heymann ist er dagegen skeptisch. Wenn alles gut läuft, so der Isländer bei einem Medientermin am Dienstag, stecke der Kern seines Turnierkaders schon im Aufgebot der beiden Länderspiele in der kommenden Woche gegen Schweden und Spanien.

Knöchelbruch Anfang September

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Darüber hinaus habe man mit Kühn, Kastening und Heymann noch verletzte Spieler, "wobei wahrscheinlich nur Kühn fit genug wird, um da wieder reinzurutschen", so Gislason. Kühn hatte sich Anfang September den linken Knöchel gebrochen, die Ausfallzeit des Melsunger Nationalspielers war auf "zwei bis drei Monate" beziffert worden.

Rechtsaußen Kastening (ebenfalls Melsungen) und der Göppinger Rückraumspieler Heymann hatten sich im April bzw. Mai jeweils das Kreuzband gerissen. 

Bundestrainer hofft bei WM auf Rückkehr zur Normalität

Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie hofft Gislason bei der WM auf eine Rückkehr zur Normalität. "Ich hoffe natürlich, dass Corona so nach und nach aus den Köpfen verschwindet und wir keine neuen Überraschungen erleben, damit wir uns auf den Handball und das Turnier konzentrieren können", sagte der 63 Jahre alte Isländer.

Gislason hatte das Amt im Februar 2020 kurz nach dem Ausbruch der Pandemie übernommen. Sämtliche Großereignisse wurden seither durch Corona beeinträchtigt. Zuletzt hatten sich bei der Europameisterschaft im Januar dieses Jahres gleich 17 deutsche Spieler mit dem Virus infiziert, wodurch die DHB-Auswahl ihre sportlichen Ziele klar verfehlte. "Es ist schon abenteuerlich, was wir alles erlebt haben in den vergangenen Jahren", sagte Gislason. "Aber die Zeichen stehen gut, dass es jetzt vorbei ist und wir zur Normalität zurückfinden."

Testspiele in Mannheim und Jaen

Die deutsche Mannschaft absolviert in der kommenden Woche den ersten Vorbereitungslehrgang auf die WM-Endrunde vom 11. bis 29. Januar 2023, bei der Katar, Serbien und Algerien die Vorrundengegner sind. Im Rahmen der Maßnahme trifft die DHB-Auswahl am 13. Oktober in Mannheim auf Europameister Schweden und am 15. Oktober in Jaen auf den EM-Zweiten Spanien.

aho, sid, dpa

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