Champions League

Simeone erklärt, warum er Klopp nicht die Hand schüttelte

Argentinier ließ Reds-Coach stehen und rannte weg

Simeone erklärt, warum er Klopp nicht die Hand schüttelte

Nichts Persönliches: Diego Simeone ließ Jürgen Klopp dennoch nach dem Spiel stehen.

Nichts Persönliches: Diego Simeone ließ Jürgen Klopp dennoch nach dem Spiel stehen. Getty Images

Nein, Simeone hat kein Problem mit Klopp. Das zeigte sich auch schon vor dem Spiel, als der Argentinier den Deutschen herzlich begrüßte. In der Vergangenheit hatte er sich sogar wiederholt als regelrechter Klopp-Fan geoutet.

Nach der Partie, die einige umstrittene Szenen beinhaltet hatte, ließ er den Liverpool-Coach dennoch schlecht aussehen. Als Simeone nicht zum Handschlag aufkreuzte und stattdessen Richtung Kabine rannte, gab Klopp einen ironischen "Daumen hoch" und klatschte stattdessen mit Co-Trainer Nelson Vivas ab. Ein spanischer Journalist sprach Klopp auf die Szene an, worauf der Reds-Coach unwirsch reagierte, weil sein Gegenüber ein Thema daraus machen wollte ("Sie sind kein netter Mensch").

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Später suchte Klopp doch noch nach Erklärungen: "Er war ganz offensichtlich nicht unglücklich wegen mir, sondern eher mit dem Spiel, der Welt, solchen Dingen eben." Simeone sei nun mal weggerannt und er selbst hätte sich ja auch einfach umdrehen können. "Ich bin auch nicht überglücklich mit meiner Reaktion, um ehrlich zu sein", so Klopp weiter. Sie seien eben beide emotionale Menschen - und wenn sie sich das nächste Mal sähen, würden sie sich wieder die Hand geben. "It’s nothing", sagte Klopp, eine Nichtigkeit also.

Simeone gibt niemandem nach dem Spiel die Hand

Doch die Lösung für Simeones Verhalten ist viel simpler. Er gibt nach dem Spiel niemandem die Hand, schon seit vielen Jahren nicht mehr. "Ich gehe am Ende des Spiels immer ohne Händeschütteln", so Simeone.

Ich habe das Gefühl, es ist ein erzwungener Händedruck mit einer Pinzette.

Diego Simeones Erklärung, warum er nach dem Spiel nie die Hand schüttelt

Warum, das wusste man aber auch in Spanien nicht so genau. Nun erklärte sich der Argentinier. "Ich mag es einfach nicht. Ich denke nicht, dass es gesund oder natürlich ist, weil es immer einen Trainer geben wird, der mit dem Spiel nicht zufrieden ist", sagte er. "Ich habe das Gefühl, es ist ein erzwungener Händedruck mit einer Pinzette." Derjenige, der gewonnen habe, befinde sich schlicht in einem anderen Zustand als derjenige, der verloren habe. "Ich teile diese Kultur nicht. Ich gehe immer schnell, wenn ich verliere oder gewinne."

Eine sicherlich diskutable Attitüde, doch letztlich war es eben doch so, wie Klopp es sagte: eine Nichtigkeit.

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