Bundesliga

Sildillia überzeugt beim Debüt für den SC Freiburg

Trainer Streich lobt das Freiburger Talent

Sildillia: Auch der dritte SC-Debütant überzeugt

Freiburgs Youngster Kiliann Sildillia überzeugte bei seinem Bundesliga-Debüt.

Freiburgs Youngster Kiliann Sildillia überzeugte bei seinem Bundesliga-Debüt. imago images/Sportfoto Rudel

Es gibt dankbarere Aufgaben als die für Kiliann Sildillia. Im ersten Bundesligaspiel gleich gegen die Leipziger Angreifer Szoboszlai, Forsberg und Co. zu verteidigen, ist durchaus eine Feuerprobe - die der 19 Jahre alte Abwehrspieler des SC Freiburg gegen RB Leipzig ziemlich souverän meisterte (kicker-Note 3). "Ich habe keinerlei Nervosität gesehen, er hat die Ruhe", lobt auch Cheftrainer Christian Streich, der seinen Jungprofi notgedrungen rechts vor der Dreierkette aufgestellt hatte.

Streich: "Er ist eigentlich ein Innenverteidiger"

Denn mit Jonathan Schmid (Rückstand nach COVID-19) und Lukas Kübler (Halsschmerzen) fehlten den Breisgauern beide etatmäßigen Rechtsverteidiger. Deswegen hatte Streich Sildillia bereits beim Eröffnungsspiel des neuen Europa-Park-Stadions gegen St. Pauli (3:0) auf dieser Position getestet - und war offenbar zufrieden. "Er ist eigentlich ein Innenverteidiger, hat aber auch schon Außenverteidiger gespielt", beschreibt Streich den französischen U-20-Nationalspieler.

Zuletzt sammelte der vor allem in Freiburgs U 23, die in der 3. Liga spielt, Wettkampfpraxis: Neun Einsätze (ein Tor) in der laufenden Spielzeit, 36 Spiele (sieben Tore) in der vergangenen Saison. Da stieg Freiburg II souverän aus der Regionalliga Südwest auf. Auch dank Stütze Sildillia, der nach acht Spieltagen bereits Debütant Nummer 3 bei den Profis ist. Wie zuvor Noah Weißhaupt (ein Spiel, eine Vorlage zum 1:1-Ausgleich gegen den 1. FC Köln) und Kevin Schade (fünf Einsätze) überzeugte Sildillia erst in der U 23 und dann in der Bundesliga.

Streich: "Das war richtig überzeugend"

Bereits im vergangenen Jahr trainierte der 1,86 Meter große Defensivspieler regelmäßig bei der 1. Mannschaft mit. Ein Grund dafür, dass der im Sommer 2020 vom FC Metz verpflichtete Sildillia in seinem ersten Bundesligaspiel keinerlei Anpassungsprobleme zeigte. "Ich bin sehr zufrieden, er war sehr ruhig vor dem Spiel", sagt Streich. Nervosität sei beim Talent nicht zu sehen gewesen. Sildillia trumpfe vielmehr mit Tempo und Kopfballstärke auf, agiere zudem ruhig und abgeklärt. Auch im Umgang mit Fehlern. Die blieben gegen Leipzig nicht aus, waren aber selten und folgenlos. "Er hatte ein, zwei Fehlpässe und hat sich dann gleich wieder richtig hingestellt", lobt Streich und stellt Sildillia ein positives Zeugnis aus: "Das war richtig überzeugend."

Jim Decker