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Leichtathletik-EM: Mihambo knackt sieben Meter in der Quali

Weitspringerin erreicht Finale - Staffeln kommen weiter

Signal an die Konkurrenz: Mihambo knackt die sieben Meter in der Quali

Geglückter Auftakt im Stadio Olimpico: Malaika Mihambo.

Geglückter Auftakt im Stadio Olimpico: Malaika Mihambo. IMAGO/Eibner

In Berlin haben 2018 6,75 Meter zur Goldmedaille bei den damaligen Europameisterschaften für Mihambo gereicht. Ein Fingerzeig für die Kontinental-Wettbewerbe in diesem Jahr in Rom? Mit einer beeindruckenden Vorstellung in der Weitsprung-Qualifikation schaffte die 30-jährige Heidelbergerin am Dienstag jedenfalls souverän den Sprung ins Finale, das am Mittwochabend um 20.54 Uhr beginnen wird.

Gleich in ihrem ersten Versuch knackte die Olympiasiegerin und zweimalige Weltmeisterin mit 7,03 Metern die ominöse Marke von sieben Metern und sicherte sich scheinbar mühelos das Ticket für die Entscheidung. Gefordert waren 6,70 Meter, Mihambos DLV-Kollegin Mikaelle Assani genügten 6,67 Meter, um ebenfalls ins Finale der besten zwölf Springerinnen einzuziehen. Laura Raquel Müller schied mit 6,43 Metern dagegen aus.

Mir war schon klar, dass die Form gut ist.

Malaika Mihambo

"Mir war schon klar, dass die Form gut ist. Von daher wusste ich schon, dass es weit gehen kann", sagte Mihambo, erfreut vor allem über die gute Weite gleich im ersten Sprung. Daran wolle sie am Mittwoch anzuknüpfen, denn: "Ich weiß, dass ich mich nicht auf der Vorleistung ausruhen darf."

Leichtathletik-EM in Rom

Paris ist der "absolute Höhepunkt"

Es war Mihambos erster Sieben-Meter-Satz in dieser Saison. Der Sprung unterstrich die Ambitionen der Kurpfälzerin, die im Vorfeld der EM geäußert hatte, dass sie die Wettkämpfe in der Ewigen Stadt "sehr ernst nehme", wenngleich mit den Olympischen Spielen in Paris "der absolute Höhepunkt gesetzt" sei.

Bei den Sommerspielen an der Seine möchte Mihambo als erste Weitspringerin überhaupt zwei Olympiasiege in Folge holen, nachdem sie bei den Spielen in Tokio mit glatten 7,00 Metern triumphiert hatte. Bei den vergangenen Europameisterschaften in München war Mihambo coronageschwächt an den Start gegangen und hatte Silber gewonnen - mit genau jenen 7,03 Metern, die sie am Dienstag in Rom in den Sand zauberte.

Entscheidung im Zehnkampf - Speerwerfer starten

Während die Entscheidung im Weitsprung der Frauen also erst am Finaltag der EM fallen wird, steht am heutigen vorletzten Tag fest, wer den Titel im Zehnkampf holt. Die Entscheidung fällt am Abend (22.25 Uhr/ARD) im abschließenden 1500-Meter-Lauf. Vor zwei Jahren in München hatte sich Niklas Kaul zum Titelträger gekrönt. In diesem Jahr scheint eine Medaille nach dem ersten Wettkampf-Tag in weiter Ferne.

Insgesamt fallen am fünften der sechs Wettkampftage acht Entscheidungen. Im Fokus stehen aber auch Qualifikationen am Vormittag. So im Speerwurf, wo Europameister Julian Weber in die Mission Titelverteidigung startet.

Staffeln schielen auf Medaillen

Die deutschen Sprint-Staffeln überstanden indes geschlossen die Vorläufe und greifen am Mittwoch nach Medaillen. Die von Gina Lückenkemper angeführten Titelverteidigerinnen über 4x100 m zogen als viertschnellstes Quartett in das Finale (ab 22.40 Uhr) ein. Sophia Junk (Rhein-Wied), Nele Jaworski (Wolfsburg), Lückenkemper und Schlussläuferin Rebekka Haase (Wetzlar) benötigten 42,47 Sekunden. Die Männer mit Kevin Kranz (Wetzlar), EM-Finalteilnehmer Owen Ansah (Hamburg), Deniz Almas (Wolfsburg) und Lucas Ansah-Peprah (Hamburg) kamen als Sieger ihres Vorlaufs in 38,43 Sekunden weiter. Auch die DLV-Staffeln über 4x400 m meisterten ihre Vorläufe ohne größere Probleme.

aho

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