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"Sie sind alle groß - und wir haben Kimmich"

Guardiola zwischen Abwehrsorgen und Offensivpower

"Sie sind alle groß - und wir haben Kimmich"

Personalpuzzle in Turin: Wie stellt Pep Guardiola sein Team für das Achtelfinal-Hinspiel bei Juve auf?

Personalpuzzle in Turin: Wie stellt Pep Guardiola sein Team für das Achtelfinal-Hinspiel bei Juve auf? Getty Images

"Ja, wir haben Probleme, aber was sollen wir machen? Lamentieren bringt nichts. Wir haben fast keine Innenverteidiger", sagte Guardiola zu Beginn seiner PK in Turin am Montag. Serdar Tasci und Medhi Benatia seien zwar einsatzbereit, doch der eine sei gerade erst angekommen, der andere habe gerade erst wieder mit dem Training begonnen, meinte der Bayern-Coach, stellte aber auch klar: "Alle Spieler, die mit in Turin sind, können auch spielen." Er habe sich etwas ausgedacht, meinte Guardiola, natürlich ohne sich in die Karten schauen zu lassen.

Er erwarte ein Juventus-Team, das hinten kompakt stehen und auf Konter lauern werde: "Wir müssen die Konter verhindern. Und wir müssen vor allem auch Standards verhindern. Sie sind vielleicht die beste Mannschaft in Europa nach Standards. Sie sind alle groß - und wir haben Kimmich", sagte der Katalane mit Blick auf Aushilfs-Innenverteidiger Joshua Kimmich (1,76 m).

Champions League - Achtelfinale
Champions League - Tabelle - Gruppe A
Pl. Verein Punkte
1
Real Madrid Real Madrid
16
VfL Wolfsburg VfL Wolfsburg
12
Atletico Madrid Atletico Madrid
13
Trainersteckbrief Guardiola
Guardiola

Guardiola Josep

Vor diesem Hintergrund sei der beste Weg zu gewinnen, das Heil in der Offensive zu suchen. Robben, Douglas Costa, Coman, Ribery, Götze - vergangene Saison, vor allem beim Halbfinal-Aus gegen den späteren Sieger FC Barcelona, habe man nicht solche Optionen auf den Flügeln gehabt wie jetzt, freute sich Guardiola: "In der Abwehr sind wir vielleicht schlechter, im Angriff aber besser." Das Ziel müsse sein, über die schnellen Außen immer wieder Eins-gegen-Eins-Situationen zu provozieren.

Ein Sonderlob für Robben

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Ein Sonderlob sprach der am Saisonende scheidende FCB-Coach an Arjen Robben aus. "Er hat in den letzten vier Spielen zwar kein Tor geschossen, aber es ist der beste Robben, den ich bisher gesehen habe. Er ist sehr ehrgeizig, kreiert viele Torchancen."

Auch der Niederländer hatte sich zuvor positiv über seine Form geäußert: "Ich fühle mich wieder gut, es wird von Spiel zu Spiel besser. Das einzige was vielleicht fehlt, ist ein Tor zu machen, da fehlt im Moment ein bisschen das Glück", konstatierte Robben, hielt im Hinblick auf das famose Sturmduo Lewandowski/Müller jedoch fest: "Aber wenn wir zwei vorne haben, die jedes Spiel ein Tor schießen, dann brauchen wir es auch nicht. Wenn die beiden nicht treffen, müssen die anderen da sein."

Zwei Juve-Pleiten in 45 Europacup-Heimspielen: beide gegen Bayern!

Noch einmal zurück zu Guardiola. Auf die Frage, ob seine Zeit in München ein Misserfolg wäre, wenn er die Champions League auch im dritten Anlauf mit dem FCB nicht gewinnen würde, entgegnete der Katalane: "Mein Glück hängt nicht von der Champions League ab, ich hatte ein tolle Erfahrung bei Bayern. Es gibt viele großartige Vereine, Trainer, Spieler - und alle streben nach demselben Ziel."

Ob die Münchner es diesmal erreichen? Ein gutes Omen immerhin: Auch auf dem Weg zum letzten Erfolg in der Königsklasse 2012/13 schaltete Bayern Juventus Turin aus. Seit Sommer 2004 hat Juve nur zwei von 45 Europacup-Heimspielen verloren - beide gegen Bayern.

ski

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