Bundesliga

TSG Hoffenheim - Sessegnon: "Reiss Nelson hat mir nur Positives erzählt"

Hoffenheims 27-Millionen-Mann im Interview

Sessegnon: "Reiss Nelson hat mir nur Positives erzählt"

Fühlt sich wohl im attraktiven Angriffsfußball, den Hoffenheim spielen will: Ryan Sessegnon.

Fühlt sich wohl im attraktiven Angriffsfußball, den Hoffenheim spielen will: Ryan Sessegnon. imago images

Was sind Ihre ersten Eindrücke von der TSG, Ihren neuen Kollegen und der Liga?
Mein erster Eindruck ist, dass die TSG Hoffenheim ein sehr gut organisierter Verein ist, mit einem jungen Trainer und richtig gut für junge Spieler. Ein Klub, der einen attraktiven Angriffsfußball spielt und spielerische Lösungen auch aus der letzten Linie sucht. Das hilft mir sehr in der Position, die ich spiele. Gutes Aufbauspiel, um dann im richtigen Moment anzugreifen und dann auch den Gegner sofort unter Druck zu setzen. Die Bundesliga ist eine sehr gute und sehr taktisch geprägte Liga mit vielen guten Vereinen und Topspielern. Je mehr Spielzeit ich bekomme, umso schneller werde ich mich daran gewöhnen.

Was sind Ihre Ziele für diese Saison?
Ich will so viel spielen wie möglich in allen Wettbewerben. Um der Mannschaft zu helfen, erneut unter die Top Sechs zu kommen und uns europäisch zu qualifizieren.

Spielersteckbrief R. Sessegnon
R. Sessegnon

Sessegnon Ryan

Trainersteckbrief Hoeneß
Hoeneß

Hoeneß Sebastian

Kannten Sie schon jemanden in Hoffenheim?
Harvard Nordtveit war der einzige Hoffenheimer Spieler, den ich zuvor kannte. Ich spielte mit ihm in Fulham zusammen vorletzte Saison.

Hatten Sie sich bei Reiss Nelson erkundigt? Hat das bei Ihrer Entscheidung eine Rolle gespielt?
Ich habe schon mit ihm gesprochen, als er in Hoffenheim und ich noch in Fulham war. Wir haben zusammen in Englands Juniorennationalteams von der U 17 bis zur U 21 zusammengespielt. Er hat mir damals schon von dem Offensivfußball erzählt und dass junge Spieler viele Möglichkeiten bekommen. Die wichtigsten Gespräche hatte ich natürlich mit den Verantwortlichen, aber ich habe zuletzt auch mit Reiss gesprochen, er erzählte mir eigentlich nur Positives, das machte meine Entscheidung noch leichter.

"Meine Eltern haben sehr viel geopfert"

Sind Sie ein klassisch ausgebildeter Linksverteidiger mit offensivem Drang? Oder ein "gezähmter" Angreifer wie Skov?
Ich bin ein Linksverteidiger, der gerne angreift. So wurde ich bei Fulham ausgebildet. Mich immer wieder mit in die Offensive einzuschalten, um Tore vorzubereiten und auch selbst zu schießen. Über die Jahre habe ich verbessert, die richtigen Momente für die Offensive zu finden, denn meine Hauptaufgabe ist das Verteidigen. Ich versuche, eine gute Balance zu finden in meinem Spiel.

Erzählen Sie uns etwas über Ihre Eltern und die Umstände, aus denen Sie kommen?
Meine Eltern haben sehr viel geopfert, um uns das Training und die Ausbildung zu ermöglichen, uns bei Wind und Wetter zu begleiten. Mein Zwillingsbruder Steven ist derzeit von Fulham an Bristol City ausgeliehen. Wir waren beide auf der Akademie in Fulham. Unser älterer Bruder Chris spielt unterklassig bei Margate FC. Ich komme aus bescheidenen Verhältnissen, meine Eltern müssen hart arbeiten, und so wurden wir auch erzogen, jedem mit Respekt zu begegnen. Der Fußball und Profi zu werden, das war für mich immer das große Ziel. Ich wollte nie was anderes. Meine Mutter hat mich darin bestärkt. Sie sagte: Glaub an dich und an Gott, dann ist alles möglich. Das hat mich dahin gebracht, wo ich jetzt bin. Aber sie sagt auch: Versuche immer, noch mehr zu erreichen und dich weiter zu verbessern.

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