Bundesliga

Arminia Bielefeld | Serra: "Natürlich nagt das an einem"

Bielefeld: Berg-und-Talfahrt des Angreifers

Serra: "Natürlich nagt das an einem Stürmer"

Will in der 2. Liga wieder angreifen: Janni Serra.

Will in der 2. Liga wieder angreifen: Janni Serra. IMAGO/Nordphoto

Der Abschluss stimmte versöhnlich. Beim ordentlichen 1:1 gegen die favorisierten Leipziger schenkte Arminia seinen Fans trotz des Abstiegs noch einmal Freude, wozu auch Janni Serra mit seinem Brust-Abstauber zum zwischenzeitlichen 1:0 betragen konnte. "Wir hatten uns noch einmal viel vorgenommen, um eine positive Stimmung für die 2. Liga mitzunehmen. Die Fans haben es honoriert, das war ein gutes Gefühl", so der 24-Jährige, der aber auch haderte, dass die Bielefelder den Vorsprung nicht über die Runden brachten und in der Nachspielzeit den Ausgleich hinnehmen musste. "Extrem bitter, dass wir nach einem Standard wieder ein Tor kassiert und nicht die drei Punkte geholt haben."

So wirkte das abschließende Spiel gegen Leipzig ein wenig wie die Berg-und-Talfahrt durch die ganze Saison für Serra, der seine Tor-Premiere im Hinspiel beim 2:0-Sieg in Leipzig gefeiert hatte und als ein Highlight etwa das 1:1 daheim gegen Mönchengladbach anführte. Gegen Borussia war ihm ein herrlicher Treffer gelungen: "Man hat super Momente, wenn du ein Tor schießt und wir dann auch gepunktet haben. Dann aber gab’s auch wieder Phasen, wo gar nichts funktioniert hat, und ich gefühlt zweieinhalb Spiel nicht aufs Tor geschossen habe.

Vielleicht gibt es nun keinen klaren Favoriten, sondern ein offenes Rennen.

Janni Serra

Natürlich nagt das an einem Stürmer", so der Ex-Kieler. "Man muss immer versuchen, durch Fleiß da wieder herauszukommen. Dass das in der 1. Liga noch einmal schwieriger war als in der 2. Liga, das ist klar."

Insofern kann die kommende Saison auf vertrauterem Terrain auch eine heilsame für Serra sein, um anschließend vielleicht einmal gestärkt einen neuen Anlauf in der Bundesliga zu starten. Auch hier wirkt für ihn der Abschluss gegen RB Leipzig mit den positiv gestimmten Fans wie eine Starthilfe für die kommende Spielzeit.

"Das haben wir geschafft. Für die, die weiter dabei sind, war es extrem wichtig." Zu seiner eigenen Freude wird auch Stürmerkollege Fabian Klos nach seinem Rücktritt vom Abschied dazugehören. "Natürlich ist das schön, so eine Figur weiter in der Kabine und auf dem Platz haben können. Das habe ich ihm auch sofort geschrieben", so Serra.

Keine Angst vor Liga zwei

Die Sommerpause sei nicht lang, schon bald gelte es, eine Etage tiefer wieder anzugreifen. Vorteil der Bielefelder laut Serra: "Viele Spieler kennen die 2. Liga und haben sich dort durchgesetzt, gute Leistungen gezeigt auf konstantem Niveau." Das müsse Arminia nun erneut beweisen, gegen gute Konkurrenz, auch wenn zumindest Schalke und Bremen die Liga nach oben verlassen haben.

"Wir wissen, dass viele andere aufsteigen wollen. Düsseldorf rüstet auf, auch Hannover. Vielleicht gibt es nun keinen klaren Favoriten, sondern ein offenes Rennen." Arminia könne die Kehrtwende schaffen, "aber da gehört viel mehr dazu als nur gute Spieler". Nach den extremen Erfahrungen in dieser Saison jedenfalls heißt es für Janni Serra nun: "Runterfahren, um dann bestmöglich fit zu sein für die neue Saison."

Michael Richter

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