Bundesliga

Serientäter Gladbach: "Nicht ganz gewöhnlich für uns"

Fohlen sorgen sich um Ginter

Serientäter Gladbach: "Nicht ganz gewöhnlich für uns"

Fohlenjubel: Borussia Mönchengladbach hat Platz zwei am Sonntagabend eindrucksvoll gefestigt.

Fohlenjubel: Borussia Mönchengladbach hat Platz zwei am Sonntagabend eindrucksvoll gefestigt. imago

26 Punkte nach zwölf Spieltagen hat die Borussia aktuell auf dem Konto - nur ein einziges Mal stand Mönchengladbach zu diesem Zeitpunkt einer Saison besser da. 1976/77 holten Vogts, Heynckes und Co. nach Drei-Punkte-Regel 30 Zähler - und krönten sich am Saisonende zum Deutschen Meister, der bislang letzte Ligatitel für Mönchengladbach. Ein Umstand, auf den die aktuell Verantwortlichen nicht allzu gerne angesprochen werden. "Wir haben den Abstand auf Platz sieben um zwei Punkte erhöht. Das ist das, was zählt", gab Coach Dieter Hecking nach Abpfiff am "Sky"-Mikrofon zu Protokoll.

Und das, obwohl die Borussia nach bereits 22 Sekunden durch das bislang schnellste Tor der aktuellen Bundesligasaison in Rückstand geraten war. "Das müssen wir abstellen, wir können das nicht immer aufholen", meinte Kapitän Lars Stindl und verwies auf das Auswärtsspiel in Freiburg. Auch dort hatte Mönchengladbach in der ersten Minute ein Gegentor kassiert und am Ende mit 1:3 verloren. Diesmal aber kam es anders. "Mich hat beeindruckt, dass die Mannschaft gleich den Faden aufgenommen hat und den Gegner in einer Art und Weise bespielt hat, wie man das nicht so häufig macht", analysierte Hecking die Reaktion seines Teams.

Trainersteckbrief Hecking
Hecking

Hecking Dieter

Spielersteckbrief Stindl
Stindl

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Spielersteckbrief Ginter
Ginter

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Nicht ganz alltäglich war nicht nur die souveräne Leistung der Borussen, sondern auch die daraus resultierende Tabellensituation. Fünf Punkte Vorsprung auf Meister Bayern München hat der VfL durch den Sieg über Hannover, für Stindl "eine nicht ganz gewöhnliche Situation, aber ein schöner Nebeneffekt".

Viele beeindruckende Serien - aber Sorge um Ginter

Mehrere dieser schönen Nebeneffekte dürfte auch ein Blick auf die Gladbacher Serien liefern, die Stindl und Co. durch den Erfolg am Sonntagabend ausbauten. Das 4:1 markierte saisonübergreifend den neunten Heimsieg in Folge, zum elften Mal in Serie erzielte die Hecking-Elf dabei mindestens zwei Tore. Insgesamt trafen die Fohlen in jedem der letzten 17 Ligaspiele - die längste derartige Serie aller Bundesligisten.

Ein perfekter Sonntag also für Borussia Mönchengladbach? Nicht ganz. Denn womöglich muss Hecking im Hinrunden-Endspurt auf seinen Abwehrchef verzichten. Matthias Ginter war gegen Ende der ersten Hälfte nach einem heftigen Zusammenprall mit Hannovers Noah Joel Sarenren Bazee benommen liegen geblieben und musste mit einer Trage vom Platz und schließlich mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus transportiert werden. Eine Diagnose steht noch aus, Hecking gab nach Abpfiff lediglich zu Protokoll, Ginter werde derzeit untersucht. Ein Ausfall würde die Borussia hart treffen, am kommenden Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) erwartet die Fohlen ein Auswärtsspiel beim direkten Konkurrenten aus Leipzig.

mib