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"Serie A bricht zusammen": Italiener mit Rekord-Verlust

Minus von 365 Millionen Euro belastet die Vereine

"Serie A bricht zusammen": Italiener mit Rekord-Verlust

Hat mit dem AC Mailand einmal mehr große Verluste gemacht: Klub-Boss Silvio Berlusconi.

Hat mit dem AC Mailand einmal mehr große Verluste gemacht: Klub-Boss Silvio Berlusconi. picture alliance

In der Saison 2014/15 haben die italienischen Erstligisten laut Gazzetta dello Sport den neuen Negativrekord von 365 Millionen Euro Verlust "erreicht". Die alte "Bestmarke" lag in der Spielzeit 2011/12 bei 312 Millionen. Das Minus wäre eigentlich sogar noch höher ausgefallen, die Bilanz des im Frühjahr 2015 in die Insolvenz gegangenen FC Parma wurde allerdings nicht berücksichtigt.

"Die Serie A bricht zusammen", titelte die Gazzetta. Die schwärzesten Schafe auf der Weide sind die beiden Mailänder Klubs: Inter machte 2014/15 satte 140,4 Millionen Verlust - bei Einnahmen von insgesamt 180,8 Millionen Euro. Die Zahlen sind erschreckend, innerhalb der vergangenen fünf Jahre kommt bei den Lombarden somit ein Minus von gut einer halben Milliarde Euro zusammen. Der AC Mailand um Klub-Boss Silvio Berlusconi vermeldete einen Fehlbetrag von 91,3 Millionen.

Turiner Klubs als Hoffnungsschimmer

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Viel Hoffnung für die italienische Liga machen die nackten Fakten nicht: Von den 19 berücksichtigten Erstligisten lagen nur sieben teils marginal im grünen Bereich, der Rest suchte vergeblich die schwarze Null. Zu den positiven Erscheinungen gehörte etwa Champions-League-Finalist Juventus Turin, der ein Plus von 2,3 Millionen machte. Den größten Gewinn fuhr der AC Turin mit 10,6 Millionen ein.

Wirklich überraschend kommt die Entwicklung nicht. Seit der Saison 2005/06 hat die Serie A stets ausschließlich Verluste verbucht, damals lag der Fehlbetrag noch bei vergleichsweise "niedrigen" 64 Millionen. Während sich das Defizit innerhalb dieser Dekade versechsfachte, stieg der Umsatz der Liga nur um rund 40 Prozent von 1,399 Milliarden Euro auf 1,844 Milliarden.

msc/sid