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Sergio Ramos verkündet am Donnerstag Abschied von Real Madrid

Nach 16 Jahren beim spanischen Rekordmeister

Sergio Ramos verkündet am Donnerstag Abschied von Real Madrid

Auf zu neuen Ufern: Sergio Ramos, hier im Duell mit Kai Havertz.

Auf zu neuen Ufern: Sergio Ramos, hier im Duell mit Kai Havertz. imago images

Der Abschied von Sergio Ramos von Real steht fest, am Donnerstag um 12.30 Uhr wird es einen kleinen Festakt für den Kapitän geben, dazu eine Pressekonferenz. Mit dem 30. Juni endet dann eine fast 16-jährige Ära in der spanischen Hauptstadt. Der Klub hatte dem Spieler nur ein Jahr Verlängerung angeboten, Ramos, der zuletzt immer wieder unter Verletzungen litt, wollte jedoch zwei.

Doch spätestens durch seinen Sehnenriss Anfang Mai hatte Ramos in Madrid einen zunehmend schweren Stand. Für den Defensivstrategen setzte sich durch die Verletzung eine schwarze Serie in der laufenden Saison fort. Denn der Routinier hatte erst kurz zuvor sein Comeback im Real-Trikot nach einer mehrwöchigen Zwangspause wegen einer Wadenverletzung und zwischenzeitlichen Corona-Infektion gegeben. Bereits seit der zweiten Januar-Hälfte war der Abwehr-Haudegen infolge eines Meniskusrisses und einer anschließenden Operation bis Anfang März ausgefallen. Seine erste Zwangspause von mehreren Wochen im laufenden Spieljahr hatte Ramos im Herbst wegen eines Muskelfaserrisses einlegen müssen. Insgesamt absolvierte der Routinier in der ausklingenden Saison nur 15 Punkt- und fünf Champions-League-Spiele.

Vier Mal Henkelpott - Fünf Meistertitel

Der 35-jährige Abwehrspieler, der 2005 vom FC Sevilla zu den Blancos kam, blickt auf eine erfolg- und titelreiche Zeit zurück. Er gewann mit Real gleich vier Mal die Champions League, fünf Meistertitel, vier Mal die Klub-Weltmeisterschaft und holte zweimal die Copa del Rey.

Für die spanische Nationalmannschaft, mit der Ramos 2008 und 2012 Europameister sowie 2010 Weltmeister wurde, bestritt er 180 Länderspiele. Er hätte bei der EM zur internationalen Rekordmarke (184) des Ägypters Ahmed Hassan aufschließen können.

Damit verlässt der nach Paco Gento zweiterfolgreichste Spieler die Königlichen - und ein Spieler, der als eine lebende Vereins-Legende angesehen werden kann.

aho

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