Tennis

Serena Williams bestätigt US-Open-Teilnahme

Im Gegensatz zu anderen namhaften Profis

Serena Williams bestätigt US-Open-Teilnahme

Serena Williams

"Ich kann es mir alles vorstellen": Serena Williams will bei den US Open antreten. imago images

Serena Williams spannte ihren Bizeps an, küsste ihren Oberarm und lachte. Die 23-malige Grand-Slam-Turniersiegerin ist bereit, auf die Tennis-Tour zurückzukehren. In der zweiten Woche des Neustarts der Damen tritt die Amerikanerin beim am Montag beginnenden Turnier in Lexington im US-Bundesstaat Kentucky an. Es ist auch ein kleiner Testlauf für die US Open, an denen Serena Williams anders als andere prominente Tennisprofis wie der spanische Titelverteidiger Rafael Nadal teilnehmen will.

Doch ihr Lachen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die 38-Jährige in der Corona-Krise äußerst besorgt ist. Sie reise mit 50 Masken und sei "super, super vorsichtig", erzählte sie bei einer online durchgeführten Pressekonferenz vor ihrem ersten Auftritt seit sechs Monaten. Gesundheitliche Probleme hat sie in der Vergangenheit genug gehabt. "Es ist cool, Tennis zu spielen, aber es geht um mein Leben und um meine Gesundheit."

Doch alle Vorsicht und Bedenken hin oder her - der Topstar im Damen-Tennis hat vor, in den kommenden Wochen wieder Titel zu sammeln. Und so wie es momentan aussieht, wird Serena Williams dazu auch die Chance bei den US Open bekommen. Das Grand-Slam-Event in New York soll wohl vom 31. August bis zum 13. September stattfinden - trotz der Coronavirus-Pandemie und der bereits erfolgten Absagen von Topspielern. Es dürften noch weitere hinzukommen. Simona Halep, Wimbledonsiegerin von 2019, ließ ihre Teilnahme am Sonntag offen und kündigte ihre Entscheidung für die nächsten Tage an. Die Bedingungen seien schwierig, sagte sie.

Rahmenbedingungen sind noch fraglich

Die konkreten Rahmenbedingungen der US Open sind noch fraglich. Die Profis setzen darauf, dass sie eine Quarantänefreiheit bei der Reise aus den USA nach Europa bekommen. Schließlich endete am Sonntag in Palermo nicht nur das erste Damen-Turnier nach der monatelangen Pause überhaupt. Etwa in Straßburg, Rom und dann bei den French Open in Paris soll es nach den US Open mit europäischen Sandplatz-Turnieren weitergehen. Serena Williams schließt auch eine Reise nach Frankreich nicht aus. "Ich kann es mir alles vorstellen, wenn es stattfindet", sagte sie zu der Frage zu den US Open und einem anschließenden Flug.

In Prag endet auch für Halep die Pause

Aber weit im Voraus planen kann auch die Weltranglisten-Neunte nicht und jetzt steht erst einmal ihre Premiere in Lexington an. Während die ATP-Tour der Herren noch pausiert und sich Angelique Kerber und Julia Görges auch weiter vom Tennis-Geschehen fernhalten, endet in Prag unterdessen auch die Turnierpause für die rumänische Weltranglisten-Zweite Halep. Auch Fed-Cup-Spielerin Laura Siegemund ist wieder dabei und stellt sich auf eine weitere Woche mit etlichen Stunden und wenig Abwechslung im Hotel sowie umständlicheren Regularien ein.

Siegemund war "positiv überrascht"

Corona-Tests, Maskenpflicht auf der Tennis-Anlage und einen stark eingeschränkten Zugang zu den Umkleidekabinen hat sie schon in Palermo mitgemacht, wo sie als einzige deutsche Teilnehmerin im Achtelfinale verlor. Auf Sizilien gab es einen positiven Corona-Test im Vorfeld des Turniers, ansonsten blieb es anders als rund um die Show-Wettkämpfe der Adria-Tour der Herren, während der Partyvideos aufgetaucht waren, ruhig. Sie sei "positiv überrascht" gewesen, wie ernst die meisten die Regeln auf der Anlage und im Hotel genommen hätten, bilanzierte die Schwäbin Siegemund. "Aber klar gibt es immer eine Handvoll, die es weniger eng sehen und ihre eigenen Regeln aufstellen."

dpa