Champions League

BVB: Marco Reus nach 5:0 gegen Besiktas selbstkritisch

BVB zwischen Wehmut und Aufbruchstimmung

Selbstkritischer Reus: "Nicht zu viel quatschen"

Elegant: Marco Reus (Mi.) schiebt zum 3:0 gegen Besiktas ein. 

Elegant: Marco Reus (Mi.) schiebt zum 3:0 gegen Besiktas ein.  imago images

"Für uns war das Spiel wichtig für den Rhythmus und die Automatismen. Das Gegenpressing in der ersten Halbzeit war überragend, so hatten wir uns das vorgestellt", freute sich Marco Reus nach dem 5:0-Erfolg gegen Besiktas bei "Amazon Prime Video". Ähnlich sah es sein Coach, der sein Team "gut gegen den Ball, ordentlich mit dem Ball" sowie mit "sehr guter Reaktion auf Ballverluste" gesehen hatte. Insgesamt habe sich seine Mannschaft "gut aus der Champions League verabschiedet", sagte Marco Rose. 

Seine eigene Leistung beurteilte Doppeltorschütze Reus dagegen gewohnt kritisch. So bemängelte er selbst bei seinem sehr sehenswerten und elegant erzielten Tor zum zwischenzeitlichen 3:0 gegen den türkischen Double-Gewinner seinen Abschluss, der "nicht so gut" gewesen sei. Auch in der Entstehung, als er einen Gegenspieler tunnelte, habe er "ein bisschen Glück gehabt, weil er die Beine aufmacht".   

Reus und das Vorbild Bayern

Ohnehin war den Dortmundern trotz des historisch hohen Champions-League-Siegs anzumerken, wie sehr das Ausscheiden - mit immerhin neun Punkten gleichauf mit dem Zweiten Sporting, gegen den der direkte Vergleich verloren gegangen war (1:0, 1:3) - schmerzte: "Bis auf Lissabon hatten wir die letzten Spiele ordentlich gespielt. Wir sind mit zwei Siegen gestartet, dann kamen die zwei Ajax-Spiele. In Amsterdam waren wir sehr schlecht, dann sind wir zu Hause lange in Unterzahl, gehen in Führung und machen es gut, aber am Ende fehlt die Kraft. In Lissabon dann das Endspiel, wo wir durch einen individuellen Fehler in Rückstand gehen. Es ist nicht ganz glücklich gelaufen", analysierte Rose. 

Man hat es nicht verdient, wenn man drei Spiele hintereinander verliert.

Marco Reus

Ähnlich sah es Reus, der in Sachen Konstanz auch nach München blickte: "Natürlich tut es immer noch weh, weil diese Mannschaft die Klasse für die Champions League hat, aber man hat es nicht verdient, wenn man drei Spiele hintereinander verliert. Es war ein bisschen schwankend dieses Jahr, wir reden viel drüber." Diese "eine Mannschaft in Deutschland", der FC Bayern, habe die Konstanz dagegen immer, das müsse man neidlos anerkennen. "Nicht zu viel quatschen, einfach auf den Platz bringen", laute daher fortan das Motto für den BVB, so der Dortmunder Kapitän.  

Hoffnung auf ein "gutes Gefühl"

Zumal die Borussia ungeachtet des Ausscheidens in der Königsklasse durchaus noch Ziele habe. "Jetzt spielen wir Europa League, haben die Bundesliga und sind im Pokal dabei. Vielleicht war es ein Schritt weiter heute", hofft Rose.

Reus bekräftigt derweil die Bedeutung der noch ausstehenden zwei Wochen vor der kurzen Winterpause, in denen es für die Borussia am Samstag (15.30 Uhr) nach Bochum geht, dann zu Hause gegen Schlusslicht Fürth (Mittwoch, 20.30 Uhr) und zum Abschluss 2021 noch zu Hertha BSC (18. Dezember, 18.30 Uhr): "Die nächste drei Spiele sind wichtig, um an Bayern dranzubleiben und mit einem gutem Gefühl in die Winterpause zu gehen." 

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jom

Bilder zur Partie Borussia Dortmund - Besiktas JK