Bundesliga

Seifert: "Solche Formulierungen von Profispielern konnte ich nie leiden"

DFL-Boss schließt Wechsel zu Klub oder DFB aus

Seifert: "Solche Formulierungen von Profispielern konnte ich nie leiden"

"Dass Corona dazukam, hat die Entscheidung weder beschleunigt noch verzögert": Christian Seifert.

"Dass Corona dazukam, hat die Entscheidung weder beschleunigt noch verzögert": Christian Seifert. imago images

Seit Montagmorgen ist offiziell, dass Christian Seifert die DFL im Sommer 2022 nach dann 17 Jahren verlassen wird. Doch die Entscheidung steht schon länger fest.

Sie sei "keine der letzten Wochen oder Monate" gewesen, sagte Seifert der "Bild". "Sie ist schon zum Jahreswechsel gefallen. Logischerweise war auch meine Frau involviert. Dass Corona dazukam, hat die Entscheidung weder beschleunigt noch verzögert."

Unabhängig von den Entwicklungen bei DFL und DFB will Seifert ein "neues berufliches Kapitel aufschlagen". Aber wo? Das stehe "Stand heute" noch nicht fest, betont der DFL-Geschäftsführer, der vor seiner DFL-Zeit von 2000 bis 2005 im Vorstand der KarstadtQuelle New Media AG tätig war. Einige Optionen kommen für ihn aber nicht infrage.

"Einen Wechsel zum DFB in welcher Rolle auch immer schließe ich definitiv aus"

"Eine Tätigkeit bei einem Klub wäre nicht das neue berufliche Kapitel, das ich anstrebe", sagt Seifert. Und: "Einen Wechsel zum DFB in welcher Rolle auch immer schließe ich definitiv aus." Auch eine Funktion in der Premier League, die schon einmal Interesse an ihm hatte, "kann ich mir eher nicht vorstellen", so Seifert.

Noch hat er ohnehin gut anderthalb Jahre als DFL-Boss vor sich. An einen vorzeitigen Abschied verschwendet er keinerlei Gedanken. "Ich konnte Formulierungen von manchen Profispielern wie 'Ich bin bereit, meinen Vertrag zu erfüllen' noch nie leiden. Denn wenn ich einen Vertrag habe, bin ich nicht bereit, sondern ich habe ihn unterschrieben. Dann gehört es sich, dass ich ihn erfülle - egal, was auf dem Weg dahin passiert. Das ist mein ganz klares Verständnis."

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jpe

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