Bundesliga

Seguin: Ein Symbol des Starts der SpVgg Greuther Fürth

Erste Gelbsperre dieser Bundesligasaison

Seguin: Ein Symbol des Fürther Starts

imago images/Zink

In der 30. Minute gegen den VfL Bochum war es soweit: Für ein taktisches Foul an Elvis Rexhbecaj sah Paul Seguin am achten Spieltag seine fünfte Verwarnung und muss daher am Samstag bei RB Leipzig (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) als erster Bundesligaspieler in dieser Saison wegen einer Gelbsperre pausieren. Das passt zum bislang enttäuschenden Eindruck des Leistungsträgers aus dem Aufstiegsjahr.

Gelbe Karten sind nicht zwingend schlecht. Sie können ein Zeichen dafür sein, dass Spieler wie Mannschaft sich wehren, sich nicht alles gefallen lassen. Sie können umgekehrt aber auch davon zeugen, dass ein Spieler im wahrsten Sinne des Wortes nicht hinterherkommt, das Spiel für ihn zu schnell ist oder er falsch steht. Im Falle Seguin ist zumindest Fakt, dass der Sohn des früheren DDR-Nationalspielers Wolfgang Seguin bislang eine enttäuschende Saison spielt. Der 26-Jährige stand zwar stets in der Startformation und spielte bis auf eine späte Auswechslung immer durch, der kicker-Notenschnitt von 4,31 sagt jedoch viel aus über Seguins Leistungen.

Ein stimmiges Bild, warum die SpVgg Tabellenletzter ist

Natürlich ist Seguin nicht der Alleinschuldige am schwachen Start - aber eines der Symbole dafür. Warum? Wie Julian Green, Branimir Hrgota oder auch der mittlerweile degradierte Torwart Sascha Burchert gehörte Seguin zu den prägenden Gesichtern des Kleeblatt-Aufstiegs, doch sie alle haben aktuell schwer zu kämpfen. Nimmt man die abgewanderten Stammspieler Ernst, Jaeckel, Stach und Raum hinzu plus Neuzugänge, die (noch) nicht gezündet haben (Fein, Christiansen, Seufert) oder dies wegen Verletzungen nicht konnten (Jung, Ngankam), ergibt sich ein stimmiges Bild, warum die SpVgg Tabellenletzter ist.

An Seguin sind die Erwartungen höher

Seguin wäre, das ist ein offenes Geheimnis, bei einem Nicht-Aufstieg zu einem anderen Bundesligisten gewechselt. Nun tut er sich nach guter Sommervorbereitung in genau dieser Liga schwer. Zum Teil der Wahrheit gehört auch, dass bei ihm genau hingeschaut wird und die Erwartungen an ihn höher sind als bei anderen, eben weil man ihm eine gute Rolle in dieser Liga zugetraut hatte.

Christiansen könnte Seguin ersetzen

Am Samstag muss Seguin zwangspausieren. Wer wird ihn ersetzen? Green ist nicht gut in Form, mit ihm, Jeremy Dudziak und Timothy Tillman wäre das Mittelfeld ohnehin zu offensiv. Wahrscheinlichster Kandidat ist Max Christiansen, Neuzugang von Waldhof Mannheim, der bislang viermal eingewechselt wurde. In der Startelf stand er bislang nicht.

Frank Linkesch