EM

Seehofer kündigt Ausnahmeregel an: Keine Quarantäne für EM-Teilnehmer

Kabinett will Details am Mittwoch beschließen

Seehofer kündigt Ausnahmeregel an: Keine Quarantäne für EM-Teilnehmer

Im Kabinett für den Sport zuständig: Bundesinnenminister Horst Seehofer.

Im Kabinett für den Sport zuständig: Bundesinnenminister Horst Seehofer. imago images

Grundsätzlich werden durch die Regelung für die EM akkreditierte Personen von der Quarantänepflicht ausgenommen, dies soll auch nach Einreise aus einem Virusvariantengebiet gelten. Von der bis zum 28. Juli befristeten Ausnahme-Regelung sei jeder erfasst, der zur Teilnahme, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung internationaler Sportveranstaltungen durch das jeweilige Organisationskomitee akkreditiert worden sei, verlautete es am Dienstag aus dem Bundesinnenministerium.

Von der Pflicht zur Anmeldung und Absonderung nach Einreise aus einem sogenannten Virusvariantengebiet sollen also nicht nur Fußballer ausgenommen sein, sondern beispielsweise auch Journalisten, die von den Spielen berichten. Auch das für solche Gebiete eigentlich verhängte Beförderungsverbot gelte für diese Fälle nicht, teilte das Ministerium mit. Es müsse jedoch rund um die Veranstaltung ein "strenges Schutz- und Hygienekonzept" eingehalten werden. Dazu zähle auch eine tägliche Testung.

Wir werden die Fußball-EM für die Teams so organisieren, dass wir dem Infektionsschutz gerecht werden.

Horst Seehofer

"Die Fußball-Europameisterschaft ist ein sportliches Großereignis, auf das die ganze Welt schaut und für dessen Gelingen Deutschland seinen Teil leisten wird", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer, der im Kabinett für den Sport zuständig ist und die Ausnahme-Regelung bereits in vergangene Woche angekündigt hatte: "Wir haben gute Erfahrungen mit den Hygienemaßnahmen in der Fußball-Bundesliga, beim DFB-Pokal und in der Champions League gemacht, übrigens auch in anderen Disziplinen. Wir entsenden unsere Olympioniken nach Tokio. Wir werden auch die Fußball-EM für die Teams so organisieren, dass wir dem Infektionsschutz gerecht werden."

jch/dpa/sid