Champions League

Neue Regeln in Champions und Europa League - bis zu sechs Wechsel möglich

Was die UEFA in Champions und Europa League ändert

Sechs Wechsel und Elfer-Reform: Die neuen Europapokal-Regeln

Im CL-Achtelfinalhinspiel zwischen Chelsea und Bayern (0:3) waren noch je drei Wechsel erlaubt - hier kommt Leon Goretzka für Thiago.

Im CL-Achtelfinalhinspiel zwischen Chelsea und Bayern (0:3) waren noch je drei Wechsel erlaubt - hier kommt Leon Goretzka für Thiago. imago images

Dass alle Champions- und Europa-League-Partien 2019/20 ab dem Viertelfinale in jeweils einem Duell, auf neutralem Platz und vor leeren Rängen ausgetragen werden, wird die Wettbewerbe grundlegend verändern - dass sie erst im August ausgetragen werden, sowieso. Dazu kommen auch noch mehrere Regeländerungen.

Kader I: Jede Mannschaft durfte fürs 25-Mann-Aufgebot drei neue Spieler melden, sofern diese seit dem 3. Februar auch schon in den nationalen Ligen spielberechtigt waren. Der Einsatz von Neuzugängen war damit ausgeschlossen, dafür hatten langzeitverletzte Profis, die ursprünglich nicht für die K.-o.-Runden in Champions und Europa League nominiert worden waren, nun eine Chance aufs Comeback im Europapokal (Hier finden Sie alle Kaderänderungen der CL-Teams).

Die Spieltagskader sind größer - die Wechselmöglichkeiten auch

Kader II: Außerdem dürfen bei allen noch ausstehenden Europapokalspielen in dieser Saison 23 anstatt 18 Spieler im Spieltagskader stehen, das war bisher nur im Finale erlaubt.

Wechsel: Eine weitere vorübergehende Regeländerung betrifft die Auswechselmöglichkeiten. Wie zuletzt auch in der Bundesliga dürfen Trainer nun während einer Partie bis zu fünfmal wechseln, bei Spielen mit Verlängerung dann sogar bis zu sechsmal. Letzteres bestätigte die UEFA auf kicker-Anfrage. Diese Wechsel dürfen allerdings nur zu drei Zeitpunkten während des Spiels getätigt werden, zusätzlich zudem in der Halbzeitpause, zwischen Ende der regulären Spielzeit und Beginn einer Verlängerung sowie in der Halbzeitpause einer Verlängerung.

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Bei Elfmetern bekommen Torhüter nicht mehr so schnell Gelb

Gelbe Karten: Neu ist zudem, dass die Gelben Karten bereits nach dem Achtelfinale statt wie bisher nach dem Viertelfinale gestrichen werden. Das heißt, dass alle Spieler unbelastet in die Runde der letzten Acht gehen können. Eine Gelbsperre im Halbfinale und Endspiel ist ausgeschlossen.

Elfmeter: Außerdem übernimmt die UEFA einige der Regeländerungen, die das IFAB für die neue Saison beschlossen hatte, bereits für den laufenden Wettbewerb. Vor allem bei den Elfmetern gibt es Anpassungen. So wird ein Vergehen des Torhüters bei einem Elfmeter (insbesondere das vorzeitige Verlassen der Linie) nicht bestraft, wenn der Elfmeter ohne Keeper-Berührung das Tor verfehlt oder am Aluminium landet - sofern das Vergehen den Schützen nicht klar beeinflusst hat. Liegt ein ahnungswürdiges Vergehen vor, sieht der Torwart neuerdings nicht mehr gleich Gelb, sondern wird zunächst ermahnt. Verstoßen Torhüter und Schütze gleichzeitig gegen die Regeln, wird nur der Schütze bestraft.

Der VAR soll genau prüfen, ob Torhüter bei Elfmetern auf ihrer Linie bleiben

Elfmeterschießen: In der regulären Spielzeit eingehandelte Gelbe Karten werden nicht mehr auf ein etwaiges Elfmeterschießen übertragen. Das dürfte vor allem den Torhütern die Arbeit erleichtern und die Gefahr einer Gelb-Roten Karte minimieren. Zumal die Videoassistenten künftig noch genauer auf Torhüter-Vergehen bei Elfmetern achten sollen. Auch für das IFAB sei das Elfmeterschießen "nicht mehr Teil des Spiels", erklärt UEFA-Schiedsrichterchef Roberto Rosetti. "Es ist einfach nur ein Weg, um einen Gewinner zu ermitteln."

Während etwa die erweiterten Wechselmöglichkeiten nur vorübergehende Maßnahmen als Reaktion auf die Corona-Krise und deren Folgen sind, werden die neuen Elfmeter-Regeln auch über das Saisonende hinaus bleiben.

jpe

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