Bundesliga

Sechs Schalker hadern mit ihrer aktuellen Rolle

Es geht auch um den Kapitän

Sechs Schalker hadern mit ihrer aktuellen Rolle

Derbysieg (gegen Bochum) zum Trotz: Bei Schalke sind nicht alle zufrieden.

Derbysieg (gegen Bochum) zum Trotz: Bei Schalke sind nicht alle zufrieden. IMAGO/Nordphoto

Mit ihren bisherigen Auftritten im Oberhaus sind die Schalker nicht unzufrieden. "Wir haben uns von Anfang an gesteigert, sind nach hinten raus in der Defensive kompakter geworden", sagt Tobias Mohr. Der Mann für die linke Außenbahn, offensiv wie defensiv, findet, dass sich die Mannschaft "auch nach vorne einiges erspielt" habe.

Zwar gab es in diesem Jahrtausend Saisons, in denen bei den Königsblauen angesichts von sechs Punkten nach sieben Spielen durchaus die ganz große Krise ausgebrochen wäre, doch die Ansprüche haben sich deutlich verändert. Mit einem Sieg im eigenen Stadion gegen das bis dahin punktlose Schlusslicht VfL Bochum (3:1) sowie drei Unentschieden (0:0 in Wolfsburg, 1:1 in Stuttgart, 2:2 gegen Gladbach) kann man beim ehemaligen Europapokal-Dauergast im Frühherbst 2022 sehr gut leben.

Trotzdem herrscht punktuell Unzufriedenheit: Mehrere Profis hadern mit ihrer individuellen Situation, Sommerzugänge sind ebenso betroffen wie Aufstiegshelden. Das Pikante dabei: Es handelt sich hauptsächlich um prominente Namen. Es geht in erster Linie um Kapitän Danny Latza, Aufstiegs-Siegtorschütze Rodrigo Zalazar, Verteidiger Mehmet Aydin sowie um die drei Neuzugänge Sebastian Polter, Alex Kral und Florent Mollet.

Mohr zählt zu denjenigen, die eine tragende Rolle beim Aufsteiger spielen, der für 1,1 Millionen Euro Ablöse vom 1. FC Heidenheim gekommene Sommerzugang war bei fünf der bislang sieben Ligabegegnungen dabei, fehlte nur wegen eines Infekts. Über die, die derzeit nicht wie erhofft zum Zuge kommen, sagt er: "Sie sind nach wie vor hochmotiviert und unterstützen auch die Spieler, die im Moment vielleicht vor ihnen sind." Die Gesamtsituation würde die Mannschaft "als Gruppe" gut managen, seine jeweilige Rolle "nimmt niemand persönlich".

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Toni Lieto

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