Regionalliga

SCV-Trainer Bertels sucht einen Torjäger

Verl: Der Abstiegskampf droht

SCV-Trainer Bertels sucht einen Torjäger

Volle Rückendeckung vom Präsidenten: Coach Raimund Bertels sitzt beim SC Verl fest im Sattel.

Volle Rückendeckung vom Präsidenten: Coach Raimund Bertels sitzt beim SC Verl fest im Sattel. imago

Der Trainer: Bertels (44) sitzt beim Sportclub fest im Sattel. Das zeigte sich im vergangenen Winter, als nach einigen schwachen Spielen "Bertels-raus"-Rufe laut wurden. Präsident Hans Katzwinkel stärkte dem Trainer damals den Rücken: "Wir werden noch sehr lange mit ihm zusammenarbeiten." Verdient hat er diese Rückendeckung allemal. Sieben Jahre war Bertels für den Sportclub als Spieler aktiv, seit elf Jahren ist er nun schon Trainer, zunächst bei der U 23, dann als "Co" unter Mario Ermisch. Als Chefcoach geht er in seine vierte Saison. Das wird ohne Frage seine bisher schwerste. Denn der Gesamtetat wird auf etwa 1,2 Millionen Euro gekürzt.

Die Mannschaft: Das Hauptproblem ist die Offensive, der es an Durchschlagskraft fehlt. Deswegen hält Bertels weiter nach einem robusten Torjäger Ausschau. Ansonsten baut der Trainer auf einen Kader, der sich aus einigen gestandenen Spielern und aus talentierten Nachwuchskickern zusammensetzt. Für diese ist Verl indes nur Zwischenstation. Waren es früher Heinrich Schmidtgal, Kevin Freiberger, Bastian Müller oder Thomas Bertels, so hat nun mit Jannik Schröder (22) ein weiteres Eigengewächs den Sportclub verlassen. Abgänge sind auch Milos Mandic, Andreas Saur, David Lauretta, Jeton Arifi, Janos Bluhm und Dennis Buschening. Neu verpflichtet wurden bisher Torhüter Jonathan Mellwig (23, Bielefeld II), Innenverteidiger Patrick Plucinski (24, FC Gütersloh) und Mittelfeldspieler Anton Safonov (18, VfL Theesen U 19). "Wir fangen wieder bei null an", verspricht der Trainer allen eine echte Chance.

Trainersteckbrief Bertels

Bertels Raimund

Der Verein: Nach wie vor kann sich der SC Verl auf zahlreiche Sponsoren verlassen. Die würden sich vermutlich wohl noch stärker engagieren, wenn die Zuschauerresonanz eine andere wäre. In der abgelaufenen Saison kamen aber im Schnitt nur knapp 400 Besucher zu den Spielen.

Dino Reisner