Handball

Magdeburg vor Final Four - Füchse Berlin unterliegen in Montpellier

Löwen verlieren knapp in Chekov

SCM dicht dran am Final Four - Füchse unterliegen in Montpellier

Ein Dutzend Tore in Kristianstad: Omar Magnusson vom SC Magdeburg.

Ein Dutzend Tore in Kristianstad: Omar Magnusson vom SC Magdeburg. imago images

Der SC Magdeburg hat im Viertelfinal-Hinspiel der European League einen großen Schritt Richtung Final Four gemacht. Beim schwedischen Klub IFK Kristianstad setzten sich die Magdeburger am Dienstag mit 34:28 (16:13) durch. Bester Werfer der Gäste war Omar Magnusson mit zwölf Toren, für Kristianstad war Adam Nyfjäll mit fünf Treffern am erfolgreichsten.

Magdeburg scheiterte zu Beginn häufig an Espen Christensen im IFK-Tor und lief einem Rückstand hinterher. Zwar drehte der SCM das Spiel (7:6/12.), konnte sich aber nicht absetzen. Allmählich gewann der SCM Kontrolle über die Partie, führte zur Pause mit drei Toren.

Kristianstad nur kurz auf Tuchfühlung

Nach der Pause verkürzten die Gastgeber, aber Magdeburg konterte, baute seine Führung auf vier Treffer aus (21:17/37.). Kristianstad verlor Hampus Hennigsson (43.) mit Rot nach der dritten Zeitstrafe und der SCM setzte sich weiter ab (27:21/44.). Auch wenn die Gäste zwischenzeitlich das Tempo rausnahmen, war die Partie entschieden.

Schmid macht sieben Tore in Chekov

Den ersatzgeschwächten Löwen von Trainer Martin Schwalb verhalfen auch sieben Tore ihres besten Werfers Andy Schmid aufgrund einer Schwächephase nach Wiederanpfiff nicht zum Sieg. Am Ende verkürzten die Mannheimer, die vor etwa 500 Zuschauern ohne Linksaußen Uwe Gensheimer und Kreisläufer Jesper Nielsen auskommen mussten, den Rückstand aber immerhin auf einen Treffer - und verloren mit 32:33 (19:15).

Füchse führen nach der Pause - dann lässt die Deckung nach

Auch die Füchse zogen den Kürzeren. Berlin quittierte beim 29:32 (11:13) beim früheren Champions-League-Sieger Montpellier HB eine knappe Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel. Beste Berliner Werfer waren Fabian Wiede und Lasse Andersson mit je sechs Treffern.

Trainer Jaron Siewert musste auf die verletzten Milos Vujovic und Paul Drux verzichten. Aber auch ohne das Duo erwischten die Füchse einen guten Start und gingen 3:2 in Führung. Die Gäste arbeiteten defensiv sehr aufmerksam und gestatteten Montpellier zunächst nur wenige gute Chancen. Aber im Positionsangriff taten sich die Berliner gegen die offensive Deckung der Franzosen sehr schwer.

So leisteten sie sich einige Ballverluste und Fehlwürfe und liefen danach einem Rückstand hinterher. Doch die Füchse blieben ruhig, glichen wieder zum 7:7 aus, vor allem dank einiger starker Paraden von Keeper Dejan Milosavljev. Doch die Abschlussschwäche blieb und der Rückstand wuchs so erstmalig auf drei Tore an (8:11).

Die Berliner kamen aber gut aus der Kabine und gingen nach 36 Minuten wieder 17:16 in Führung. Doch sie verpassten es nun, sich auf zwei Tore abzusetzen. Die Füchse vergaben nun zu viele Würfe und in der Schlussphase ließ dann noch die Deckung nach. Das nutzten die Franzosen und bauten ihren Vorsprung wieder auf drei Tore aus.

Die Rückspiele im Kampf um den Einzug in das Final Four am Pfingstwochenende (22. und 23. Mai) finden am Dienstag kommender Woche statt.

IFK Kristianstad/Schweden - SC Magdeburg 28:34 (13:16)

Tore: Nyfjall (5), Ocvirk (4), A. Nilsson (4), Petersen (3), Olsson (3), Bozic (3), Henningsson (2), Einarsson (2), Gudmundsson (1), Larsson (1) für Kristianstad - Magnusson (12/5), Damgaard (5), Pettersson (5), Musa (4), Mertens (3), Preuss (1), Bezjak (1), Steinert (1), O'Sullivan (1), Chrapkowski (1) für Magdeburg. - Zuschauer: keine

Medvedi Chekov/Russland - Rhein-Neckar Löwen 33:32 (15:19)

Tore: A. Kotov (13), Ostashchenko (7), Kosorotov (5), Ermakov (4), K. Kotov (3/1), Andreev (1) für Chekov - Schmid (7/3), Tollbring (6), Kohlbacher (6), Groetzki (5), Lagergren (3), Kirkelökke (2), Nilsson (2), Lagarde (1) für die Löwen. - Zuschauer: 1500

Montpellier HB/Frankreich - Füchse Berlin 32:29 (13:11)

Tore: Porte (8), Richardson (5/1), Descat (4), Y. Lenne (3), Simonet (2), Villeminot (2), Pellas (2), Bos (2), A. Lenne (2), Bataille (1), Duarte Brito (1) für Montpellier - Wiede (6), Andersson (6), Holm (4), Chrintz (4), Lindberg (2/2), Michalczik (2), Matthes (2), Marsenic (2), Kopljar (1) für Berlin. - Zuschauer: keine

aho/dpa/sid