Bundesliga

Herthas Schwolow: "Nicht immer rational, was in den Köpfen passiert"

Herthas Keeper muss nach dem Derbysieg schmunzeln

Schwolow: "Nicht immer rational, was in den Köpfen passiert"

Triumphgeste: Schwolow (Mitte) und Co. gewannen das Derby auch für die Fans.

Triumphgeste: Schwolow (Mitte) und Co. gewannen das Derby auch für die Fans. Getty Images

Vielleicht sollte man in ernsten Zeiten wie diesen einfach den Humor nicht verlieren: Geradezu schuldbewusst grinsend steuerten Spieler und Trainerstab der Hertha nach Schlusspfiff gegen Union Berlin im Freudentaumel die Fankurve an - wohl wissend, dort auf wenig direkte Gegenliebe zu stoßen.

"Wir wussten, wie wichtig das Spiel heute für uns und vor allem auch für die Fans ist", erklärte Schlussmann Alexander Schwolow schmunzelnd die Symbolik der "spontanen" Geste. "Wir haben uns gedacht, dass das ein schönes Bild für die Fans ist. Es ist nicht immer rational, was da in den Köpfen passiert."

"Der Knackpunkt in unseren Heimspielen"

Kein so schönes Bild aus Sicht der Alten Dame, der vor der Partie schlechtesten Heimmannschaft der Liga, war "der schnelle Rückstand, von dem wir uns - das war oft der Knackpunkt in unseren Heimspielen - aus der Bahn haben werfen lassen", analysierte Schwolow, der darüber hinaus die Platzverhältnisse bemängelte: "Damit haben wir uns schwergetan."

Nach der Pause und Bruno Labbadias Ansprache fand Hertha in die Spur zurück und machte aus einem 0:1 ein am Ende auch durchaus verdientes 3:1. "In der zweiten Halbzeit haben wir es dann deutlich besser gemacht mit dem Positionsspiel - natürlich hat uns auch die Rote Karte (bereits in der 23. Minute für Andrich, d.Red.) in die Karten gespielt", so Schwolow.

Zwar wird der einsam feiernde Derbysieger nicht dauerhaft in Überzahl spielen können, vielleicht bleibt er mit dem ersten Heimsieg der Saison im Rücken nach kommenden Rückständen aber künftig in der Spur.

nba