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Schwere Zeiten für Stielike

Schweiz: Bern weiter im Aufmarsch

Schwere Zeiten für Stielike

Uli Stielike

Kam mit Sion in Bern gehörig unter die Räder: Uli Stielike. imago

In Bern lieferte Stielikes Team eine desolate Vorstellung ab. Schneuwly (29.) und Schneider (37.) hatten die Young Boys bereits vor der Pause auf die Siegerstraße gebracht. Es passte ins Bild, dass der von Stielike eingewechselte Franzose Brellier sich Mitte der zweiten Hälfte binnen vier Minute zwei Verwarnungen abholte. In Überzahl führten die Gastgeber Sion vor und legten noch drei Treffer nach. Der frühere Gladbacher David Degen setzte den Schlusspunkt zum 5:0.

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Stielike plagen in Sion an allen Ecken und Enden Probleme. Bislang ist es ihm noch nicht gelungen, aus seinem bunt zusammengewürfelten Team eine Einheit zu formen. Nach nur drei Siegen aus elf Spielen, liegt Sion nur auf Rang sechs. Der Rückstand zur Spitze beträgt bereits 13 Punkte.

Der exzentrische Präsident erleichtert Stielike die Arbeit auch nicht unbedingt. Da Constantin sich mit Germano Vailati, einem der besten Schweizer Torhüter, überworfen hat, kommt der Keeper nur noch in der Reserve zum Einsatz. Das Tor des Erstligisten wird indes von Essam El Hadary, einer umstrittenen Verpflichtung Constantins, gehütet. In Bern leitete der 36-Jährige mit einem dicken Patzer beim 0:2 die Niederlage ein.

Bern setzt seine Aufholjagd fort

Während auf Stielike schwere Zeiten zukommen, befindet sich Bern nach dem verschlafenen Saisonstart weiter im Aufwind. Das 5:0 bedeute für den Vizemeister der Vorsaison den dritten Sieg in Serie. Eine Woche zuvor hatten die Young Boys erstmals seit 14 Jahren wieder bei Meister Basel gewonnen. Der Doublegewinner musste sich am Sonntag mit einem 1:1 beim Grashopper-Club Zürich begnügen. Für die Tabellenspitze reichte es dadurch nicht, weil der FC Zürich am Montag mit 3:0 in Luzern gewann. Dank der besseren Tordifferenz schiebt sich der Ex-Klub von Hertha-Coach Lucien Favre an Basel vorbei.