Junioren

Schweiz feiert ersten WM-Titel

Im Finale der U17-WM Nigeria mit 1:0 besiegt

Schweiz feiert ersten WM-Titel

Wurde zum Schweizer WM-Helden: Haris Seferovic.

Wurde zum Schweizer WM-Helden: Haris Seferovic. imago

Die Nigerianer legten vom Anpfiff weg los wie die Feuerwehr und wirbelten die Schweizer Abwehrreihen stark durcheinander. Schon in der vierten Minute wurde ein Schuss von Egbedi gerade noch auf der Linie geklärt, eine Minute später musste Siegrist einen Schuss von Ajagun aus 22 Metern parieren. Der Schweizer Keeper hatte auch in der Folge weiter gut zu tun und musste nach einer Aktion in der achten Minute sogar behandelt werden: Als er im Herauslaufen gegen Emmanuel klären wollte, traf ihn dieser unglücklich am Kopf.

Die Schweizer kamen erst in der 12. Spielminute zu ihrer ersten Chance: Nach einer Einzelaktion von Kamber war aber Paul im Tor der Nigerianer zur Stelle. Doch die Eidgenossen kamen in der Folge nun deutlich besser ins Spiel und konnten die Partie wieder ausgeglichener gestaltet. Dennoch hatte Siegrist bis zur Pause weiter mehr zu halten als sein Gegenüber.

Nach der Pause dominierten die Schweizer mehr und mehr das Geschehen auf dem Platz - und kamen diesmal auch zu guten Torchancen. So schoss Seferovic in der 57. Minute aus 15 Metern ungedeckt am Tor vorbei, fünf Minuten später köpfte Ben Khalifa nach Flanke von Xhaka am nigerianischen Kasten vorbei.

U17-WM in Nigeria

Doch in der 63. Minute war es dann soweit: Ein Eckball von links durch Buff, Seferovic sprang höher als Azeez - und der Ball zappelte zum Entsetzen der heimischen Anhänger im Netz.

Die Westafrikaner brauchten eine Weile, um sich von dem Rückschlag wieder zu erholen, doch in der Schlussviertelstunde brannten sie wieder ihr gefürchtetes Offensivfeuerwerk ab. Richtig brenzlig wurde es in der 78. Minute, als der eingewechselte Otubanjo zunächst die Latte traf und Siegrist gegen den nachsetzenden Stanley Okoro parieren musste. Die Nigerianer versuchten zwar, den Ball irgendwie über die Linie zu stochern, doch der Schweizer Keeper hielt das Leder fest in den Armen.

Insgesamt aber konnte die Schweizer Abwehr die wütend anrennenden Nigerianer neutralisieren. In der 88. Minute sorgte noch ein abgefälschter Freistoß von Ajagun für Gefahr für das Tor der Eidgenossen, doch der Ball wurde knapp über das Tor abgelenkt. Umgekehrt hatte Kasami in der 90. Minute die Entscheidung auf dem Fuß, scheiterte jedoch an Paul. Nach drei Minuten Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Martin Vazquez schließlich ab und der Jubel bei den Schweizern kannte keine Grenzen mehr.

Vor dem Finale konnte Spanien im Spiel um Platz drei durch ein Tor von Isco in der 75. Minute gegen Kolumbien das "kleine Finale" für sich entscheiden.