Bundesliga

Schwarz vom Hertha-Training angetan - Boetius eine Option?

Bobic sieht Eintracht ohne Kostic "schwerer auszurechnen"

Schwarz vom Hertha-Training schwer angetan - Boetius eine Option?

Er sieht seine Mannschaft gerüstet: Trainer Sandro Schwarz.

Er sieht seine Mannschaft gerüstet: Trainer Sandro Schwarz. imago images

Die Derbyniederlage beim 1. FC Union hatte der neue Hertha-Coach bereits am Dienstag für abgehakt erklärt. Zwei Tage später bestätigte Schwarz, dass seine Spieler das Negativerlebnis offenbar aus den Kleidern geschüttelt und den Blick fest auf die Zukunft gerichtet haben. Er erlebe seine Mannschaft in der Kabine und auf dem Trainingsplatz "sehr fokussiert", so der Trainer im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstagmittag, "und sie sind mit Freude dabei".

Als mindestens ebenso wichtig, wie das nötige Maß an Konzentration und Spaß an der Sache erachtet Schwarz aber auch, wie seine Spieler die Inhalte annehmen und umsetzen, die er und sein Stab vorgeben. Und da ist der 43-Jährige mit Blick auf die bisherigen Einheiten in dieser Woche zufrieden mit seinen Profis. "Wenn ich die Mannschaft so erlebe wie im Training, ist das eine sehr gute Voraussetzung, Spiele erfolgreich zu bestreiten", betont Schwarz. Schließlich sollen die ersten Punkte in der neuen Saison her, und um das zu erreichen, bedarf es nach Meinung des Hertha-Trainers eine der Einheiten entsprechenden Leistung. Es sei wichtig, dass seine Mannschaft das bestätige, was sie am Dienstag und speziell am Mittwoch im Training gezeigt habe, gerade in Sachen Aggressivität und Intensität.

Denn den Gegner schätzt Schwarz hoch ein, auch wenn die Eintracht nach dem starken Pokalauftritt beim Zweitliga-Aufsteiger
1. FC Magdeburg (4:0) zuletzt zum Ligaauftakt gegen den FC Bayern (1:6) und am Mittwoch im Supercup gegen Real Madrid (0:2) Federn ließ. Frankfurt sei eine Mannschaft, die über "eine sehr gute Qualität" verfüge, so Schwarz, "und die sehr kompakt verteidigt" und im Zentrum "sehr flexibel" agiere.

"Mit dem beschäftigen, was wir beeinflussen können"

Zudem sei der Kader nicht nur gut, sondern auch sehr breit, ergänzt der Trainer. Dass die Eintracht aufgrund der jüngsten beiden Niederlagen eventuell mental angeschlagen sein könnte, spielt laut Schwarz keine Rolle. Er findet es wichtiger, sich "mit dem zu beschäftigen, was wir beeinflussen können und was wir brauchen". Etwa mit der nötigen Intensität an die Aufgabe heranzugehen und dafür zu sorgen, "dass wir die Räume, die sich ergeben, mit unserer Geschwindigkeit nutzen", so der Hertha-Coach. Dass die Eintracht wie schon im Supercup ohne Filip Kostic aufläuft, vereinfacht die Sache laut Fredi Bobic nicht. "Das bedeutet nicht, dass es leichter wird", sagt der Geschäftsführer Sport, vielmehr sei Frankfurt damit eventuell "schwerer auszurechnen".

Ob Herthas jüngster Neuzugang Jean-Paul Boetius gegen die Eintracht bereits in der Startelf steht, lässt der Trainer derweil noch offen. Der aus Mainz gekommene Mittelfeldakteur habe "sehr aktiv und sehr ballsicher" gewirkt, "aber inwieweit das für Samstag reicht - schauen wir mal", betont Schwarz. Verzichten müssen die Berliner nach wie vor auf Kelian Nsona, Jessic Ngankam (beide Knieprobleme), Dongjun Lee (Oberschenkelprobleme) und Omar Alderete (freigestellt für Vereinssuche).

Andreas Hunzinger

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