2. Bundesliga

Sandhausens Schwartz lobt Ex-Verein Nürnberg

Sandhausen muss auf Keita-Ruel verzichten

Schwartz: "Wir dürfen jetzt nicht überreizen"

Hat mit dem SVS zwei hohe Hürden vor der Brust: Trainer Alois Schwartz.

Hat mit dem SVS zwei hohe Hürden vor der Brust: Trainer Alois Schwartz. imago images/foto2press

Zweitligisten leiden naturgemäß nicht unter allzu vielen Abstellungen in den Länderspielpausen, doch beim SV Sandhausen fühlte sich die nun zu Ende gehende Spielunterbrechung an, als wäre der SVS gespickt mit Nationalspielern.

Ich bin froh, dass es allen, die jetzt zurückgekommen sind, gut geht.

Alois Schwartz

Insgesamt 18 Akteure waren unmittelbar vor der Partie beim FC St. Pauli positiv auf Corona getestet worden, das Spiel beim Spitzenreiter fiel aus. Statt in der spielfreien Zeit Feintuning zu betreiben oder körperliche Defizite zu minimieren, musste Trainer Alois Schwartz weiterhin mit einem Rumpfkader arbeiten. "Gestern kamen erst die letzten zurück. Die letzten Wochen waren nicht so einfach für uns. Das ist natürlich keine optimale Situation", sagte der Coach der Kurpfälzer am Mittwoch bei der Spieltagspressekonferenz vor dem Duell gegen den 1. FC Nürnberg. Aber: "Ich bin froh, dass es allen, die jetzt zurückgekommen sind, gut geht."

Beim Club war der 54-Jährige selbst einmal auf der Bank gesessen, mit Beginn der Spielzeit 2016/17 hatte er für acht Monate das sportliche Sagen am Valznerweiher. In den 25 Zweitliga-Partien feierte er acht Siege, musste allerdings auch elf Niederlagen einstecken - nach einer 0:1-Derbyniederlage bei der SpVgg Greuther Fürth musste er auf Platz elf liegend den Posten räumen.

Keita-Ruel bricht Training ab

Echter Abstiegskampf blieb ihm mit den Nürnbergern erspart, dieser beschäftigt ihn nun bei seinem zweiten Engagement in Sandhausen wieder. Der SVS rangiert bei einem Spiel weniger auf dem Konto auf dem Relegationsplatz - nach Nürnberg wartet am darauffolgenden Mittwoch direkt St. Pauli. Belastungssteuerung bleibt ein Thema, "wir müssen jetzt natürlich aufpassen, dass wir nicht überreizen", sagt Schwartz vor den beiden Aufgaben gegen ambitionierte Teams.

Personell muss Sandhausen auf Daniel Keita-Ruel verzichten. Der Stürmer musste das Training am Dienstag mit Knieproblemen abbrechen. Ebenso fehlen die beiden Abwehrspieler Tim Kister und Arne Sicker, die an Sprunggelenksproblemen leiden.

Schwartz lobt Ex-Verein: "FCN definiert sich über den Ballbesitz"

Von seinem Ex-Klub aus Mittelfranken hat Schwartz großen Respekt, trotz der zurückliegenden drei Pflichtspiel-Niederlagen in Folge vor der Länderspielpause. "Der FCN ist sehr gut in die Runde gestartet, definiert sich über den Ballbesitz", urteilt der SVS-Coach, der von seiner Elf fordert, "das Tempo mitzugehen" und "wieder mutig zu agieren".

Zwölf Spiele in der Liga und noch kein Remis

Bisher traten beide Mannschaften in der 2. Liga zwölfmal gegeneinander an - die Bilanz spricht für den Club mit acht Siegen. Unentschieden trennten sie sich noch nie - außer im Pokal der Saison 2013/14. Da stand es nach 120 Minuten 1:1 und der anschließende Sandhäuser Pokalheld im Elfmeterschießen hieß Manuel Riemann - das kennt man ja vom jetzigen Bochumer Keeper noch immer.

bst