3. Liga

Manfred Schwabl und Markus Merk in Drittliga-Taskforce gewählt

Auch in Liga 3 vorerst keine Gästefans

Schwabl und Merk in Drittliga-Taskforce gewählt

Nach kicker-Informationen Teil der Taskforce "Wirtschaftliche Stabilität": Manfred Schwabl (l.) und Markus Merk.

Nach kicker-Informationen Teil der Taskforce "Wirtschaftliche Stabilität": Manfred Schwabl (l.) und Markus Merk. imago images (2)

Denn die ebenfalls kandidierenden Markus Kompp (Waldhof Mannheim) und Thoralf Wagner (FSV Zwickau) wurden offenbar nicht in das Gremium gewählt. Ihre beiden Klubs hatten im Frühjahr zu den Vereinen gehört, die einen Saisonabbruch wollten, was innerhalb der Liga für heftige Kontroversen gesorgt hatte. Stattdessen votierte die Mehrheit der 20 Vereinsvertreter neben Christian Seiffert (Vorstand 1. FC Saarbrücken) und Frank Strüver (Geschäftsführer KFC Uerdingen) Unterhaching-Präsident Schwabl sowie den dreifachen Weltschiedsrichter und Kaiserslautern-Aufsichtsrat Merk als Ligavertreter in das Gremium, das angesichts der erschwerten Finanzlage der 3. Liga genug zu tun haben dürfte. Auch bei der Neubesetzung des Drittliga-Ausschusses gingen die "Abbrecher" von damals leer aus. Schwabl und Thomas Wulf (Prokurist MSV Duisburg) ersetzen die ausgeschiedenen Daniel Sauer (mit Würzburg aufgestiegen) und Michael Klatt (kein Duisburg-Geschäftsführer mehr).

Deutliche Mehrheit für Verzicht auf Gästefans

Größere Einigkeit besteht da schon beim Thema Zuschauerrückkehr. Da meldete der DFB den Beschluss, dass man nun doch bis Jahresende definitiv auf Gästefans verzichten wird. Nach kicker-Informationen fiel dieser mit einer sehr deutlichen Mehrheit aus. Hintergrund ist die Hoffnung, dass die Ministerpräsidenten dem professionellen Fußball am Donnerstag doch noch eine Möglichkeit für Zuschauer im vierstelligen Bereich offenlassen. Mit dem zeitweisen Gästefanverbot hätten die Vereine das Argument, dass anders als etwa bei Konzerten oder anderen Großveranstaltungen kein Reiseaufkommen ausgelöst würde und die Besucher, etwa durch Dauerkarten, bekannt und bereits erfasst seien, was eine Nachverfolgung von Infektionsketten erleichtern würde. Ebenso von den Managern verabschiedet laut DFB-Mitteilung: Alkohol soll im Fall von Zuschauern verboten sein, es sei denn, die lokale Behörde erlaubt den Ausschank ausdrücklich. Stehplätze wollen die Drittligaklubs erlauben, sofern die Ämter vor Ort eine Genehmigung erteilen. Angesichts bundesweit noch sehr unterschiedlicher Verordnungslagen und steigender Infektionszahlen ist derzeit unklar, wann Teilkontingente von Zuschauern überhaupt zugelassen werden. Am Donnerstag tagen die Ministerpräsidenten offenbar auch zu diesem Thema, die Gesundheitsminister hatten sich vor zwei Wochen für leere Stadien bis mindestens Ende Oktober ausgesprochen.

Benni Hofmann