2. Bundesliga

Schultz uns der FC St. Pauli suchen auswärts nach Lösungen

Der FC St. Pauli sucht nach Lösungen in der Fremde

Schultz' Offensivmotor soll nun auch auswärts anspringen

St. Paulis Chefcoach Timo Schultz peilt in Karlsruhe den ersten Auswärtssieg an.

St. Paulis Chefcoach Timo Schultz peilt in Karlsruhe den ersten Auswärtssieg an. imago images/Torsten Helmke

Während die Kiez-Kicker zu Hause bis dato stets überzeugen, gibt es auf des Gegners Platz immer wieder Enttäuschungen. Makellosen zwölf Punkten bei 12:3 Toren aus vier Heimspielen steht nur ein Zähler bei 1:4 Toren aus drei Auswärtsauftritten gegenüber.

St. Pauli wirkt zu Hause jederzeit in der Lage, den Offensivmotor hochzufahren

"Die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen", sagt Trainer Timo Schultz, "ist einfach zu groß. Das sehe ich auch. Wir werden da Lösungen finden." Denn auffällig ist: Die Zahlen verdrehen keineswegs die Realität. Daheim dominiert Schultz' Elf teilweise nach Belieben, leistete sich beim jüngsten 4:1 gegen Ingolstadt sogar ein paar Kunstpausen, wirkt aber jederzeit in der Lage, den Offensivmotor hochzufahren und wie ein Überfallkommando über die Gegner hinwegzurollen. In der Fremde gelingt dies bislang nicht. Selbst der einzige Pflichtspielsieg auswärts, im Pokal bei Drittligist Magdeburg (3:2), war eher ein Produkt von Matchglück.

Schultz macht es vor allem "am Thema Effektivität" fest. Die findet er auch in Heimspielen ausbaufähig, allein sie fällt aufgrund der Dominanz und des jeweils eklatanten Chancenplus am Millerntor bislang nicht ins Gewicht. Gegen Kiel (3:0) betrug das Chancenverhältnis 7:0, gegen den HSV (3:2) lag es bei 10:3, beim 2:0 gegen Regensburg bei 10:2 und zuletzt gegen den FCI bei 11:4. Ein derartiges Übergewicht erzeugt St. Pauli in der Fremde nicht.

Schultz: "Wir werden in den Umschaltsituationen immer wieder gefährlich sein"

Warum soll sich das am Samstag im Karlsruher Wildpark (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) ändern? "Weil wir defensiv auf jeden Fall sehr kompakt stehen werden. Weil wir in den Umschaltsituationen immer wieder gefährlich sein werden. Und weil wir es gegen eine sehr, sehr gute Standard-Mannschaft auch in dieser Disziplin dieses Mal hoffentlich positiv gestalten können", sagt Schultz vor der Fahrt nach Baden. 

Schultz: "... dann können wir in der Liga jeden schlagen"

Der Tabellenfünfte empfängt den Dritten. Der KSC und das Team vom Millerntor sind die beiden punktbesten Zweitligisten 2021. "Ich glaube, dass bei beiden Teams in diesem Kalenderjahr vieles gut gelaufen ist, beide viele erfolgreiche Spiele bestritten und eine gewisse Kontinuität in die Art und Weise, wie man spielt und vom Personal, reinbekommen haben", sagt Schultz. "Das ist zum Saisonstart, wo sich andere Teams mit neuen Trainern und vielen Neuzugängen erst noch finden müssen, von Vorteil. Wir wissen, dass wir uns nicht verstecken brauchen. Wir können für jeden Gegner extrem unangenehm sein, wenn wir unsere PS auf den Platz bekommen. Wenn wir aggressiv gegen den Ball verteidigen, nach vorne spielen und es schaffen zu zocken, können wir in der Liga jeden schlagen."

mas/sw

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