2. Bundesliga

Schultz: "Da müssen wir noch Schritte gehen"

Der St. Pauli-Coach sieht sein Team im Soll

Schultz: "Da müssen wir noch Schritte gehen"

Ist mit dem Saisonstart des FC St. Pauli zufrieden: Trainer Timo Schultz.

Ist mit dem Saisonstart des FC St. Pauli zufrieden: Trainer Timo Schultz. IMAGO/Zink

Mit neun Punkten aus den ersten sieben Spielen war der Saisonstart des FC St. Pauli durchwachsen. Im so erfolgreichen vergangenen Jahr hatte man zum gleichen Zeitpunkt bereits vier Zähler mehr auf dem Konto. Aber Trainer Timo Schultz sieht seine Mannschaft im Soll. Gegen Paderborn und Fürth wäre zwar mehr drin gewesen, dennoch sei man punktetechnisch "genau da, wo wir hingehören", erklärte der 45-Jährige in der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Sandhausen. Sich ärgernd in die Vergangenheit zu schauen, bringe im Fußball nichts, betonte der Trainer des Vorjahres-Fünften, stattdessen konzentriere er sich auf das Positive. "Wir wollen es am Wochenende besser machen, dann sind wir drei Spiele ungeschlagen", so Schultz.

Die letzten drei Spiele des FC St. Pauli in der 2. Liga

Damit das klappt, muss vor allem die Defensive noch stabiler werden: Die zwölf Gegentore, fünf davon allein nach Kontern, seien "zu viel", so der Trainer. "Die Tendenz ist richtig", sagte Schultz auf Nachfrage. "Aber wenn es darum geht, die letzten Prozentpunkte einzusetzen, um den Konter zu unterbinden oder das Tor zu verhindern, müssen wir noch Schritte gehen." Dabei helfen soll nicht zuletzt auch Torhüter Nikola Vasilj, der gegen Fürth erstmals nach seiner Verletzung wieder zwischen den Pfosten stand. "Nikola kann ein ganz wichtiger Faktor für uns sein - durch seine Leistung, die er im letzten Jahr gezeigt hat und seine Ruhe, die er ausstrahlt", führte der 45-Jährige aus.

Schultz steht der komplette Kader zur Verfügung

Auch sonst kann Schultz gegen Sandhausen personell aus dem Vollen schöpfen. Sogar der langzeitverletzte Christopher Avevor trainierte in den vergangenen Wochen vermehrt wieder mit der ersten Mannschaft mit. Für einen Einsatz reicht es beim 30-Jährigen, der zuletzt im November 2020 auf dem Feld stand, zwar noch nicht, erste Zeichen seien dennoch positiv. "Er war fast zwei Jahre verletzt. Eine Timeline festzulegen, wann er wieder im Kader auftaucht, traue ich mich nicht. Da müssen wir ganz behutsam sein", so Schultz.

Schauen wir mal, wer am Wochenende starten darf.

Timo Schultz

Nicht nur im Kader, sondern auch von Beginn an auf dem Rasen könnten dagegen Etienne Amenyido und Betim Fazliji stehen: Ersterer ("Ein fitter Etienne Amenyido ist sicherlich ein Kandidat für die Startelf") hatte die Vorbereitung verletzungsbedingt verpasst, stand zuletzt aber als Ergänzungsspieler im Kader und traf am vorletzten Spieltag gegen Paderborn erstmals in dieser Saison. Fazliji ("Er ist ganz nah an der ersten Elf dran") hatte zum Saisonstart das Nachsehen gegen die gesetzten Medic und Nemeth, könnte gegen Sandhausen aber seinen zweiten Startelf-Einsatz feiern. "Wir sind da unberechenbar. Schauen wir mal, wer am Wochenende starten darf."

cfr

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