Frauen

Schult: "Ich muss mich erstmal wieder beweisen"

Nationaltorhüterin zurück im Mannschaftstraining

Schult: "Ich muss mich erstmal wieder beweisen"

Ist wieder zurück: Almuth Schult.

Ist wieder zurück: Almuth Schult. imago images

Schult war am 22. April Mutter von Zwillingen geworden und hatte Anfang August wieder mit dem Individualtraining begonnen. "Es war schon komisch, aber auch ein gutes Gefühl, wieder meinen Job ausüben zu können", erzählt 29-Jährige, die zuvor zu Hause schon individuell trainiert hatte. "Ich war auch eine fitte Schwangere, insofern ist mir der Einstieg nicht schwergefallen. Aber es ist noch nicht wieder so wie früher", erzählt Schult, die wegen einer Schulterverletzung und der folgenden Schwangerschaft insgesamt 15 Monate pausiert hat. "Jetzt genieße ich es, wieder Fußball spielen zu können."

Von ihrer kompletten Leistungsfähigkeit sei sie aber noch "ein ganzes Stück entfernt. Drei bis zehn Wochen wird das noch dauern". Mit der polnischen Nationaltorhüterin Katarzyna Kiedrzynek sowie Friedrike Abt hat der Doublesieger außer Schult noch zwei gute Torhüterinnen im Kader. "Ich muss mich erstmal wieder beweisen. Natürlich habe ich ein hohes Ansehen im Verein. Aber ich werde nicht zum Trainer gehen und sagen, dass ich sofort wieder spielen will. Ich will nichts haben, was ich nicht verdient habe."

Sie freue sich auf den Wettkampf mit an anderen beiden Torhüterinnen. "Bislang haben wir Spaß im Training." Schult wechselte 2013 vom SC Bad Neuenahr nach Wolfsburg und ist seitdem die unangefochtene Nummer eins. Um wieder Spielpraxis zu bekommen, würde die Torhüterin auch zunächst auch mal in der zweiten Mannschaft des VfL spielen. "Ich sehe schon die Möglichkeit, in diesem Jahr noch zu spielen. Aber momentan denke ich nur von Tag zu Tag." Unterstützung in der Kinderbetreuung bekommt das Ehepaar Schult von Eltern und Geschwistern. "Sonst wäre es für meinen Mann und mich schwer, Vollzeit zu arbeiten."

Gunnar Meggers