Tennis

Schüttler kämpft - und verliert

Safin hegt Rücktrittsgedanken

Schüttler kämpft - und verliert

Rainer Schüttler

Aus in der ersten Runde: Rainer Schüttler scheiterte an Mario Ancic. imago

Es ist das letzte ATP-Masters der Saison. Klar, dass sich die Profis möglichst mit einer guten Leistung in den Winter verabschieden wollen. Kiefer ist auf einem gutem Weg, gelang ihm doch zum Auftakt ein Erfolg gegen den Kroaten Ivo Karlovic. Nach 79 Minuten verwandelte Kiefer seinen ersten Matchball zum 6:4 und 7:5.

Die Turniere im Überblick

Die zweite Runde wird gleich zu einer echten Bewährungsprobe für den 31-Jährigen. Kiefer trifft auf Titelverteidiger David Nalbandian, der in der ersten Runde ein Freilos hatte. Der an Nummer acht gesetzte Argentinier verlor in der Vorwoche beim Turnier in Basel erst im Finale gegen den Schweizer Roger Federer. Kiefers Bilanz gegen den fünf Jahre jüngeren Nalbandian ist allerdings positiv. Das einzige Duell gewann er 2005 in Indian Wells glatt in zwei Sätzen.

Frühes Aus für Schüttler

Im Gegensatz zu seinem Landsmann Kiefer scheiterte die deutsche Nummer eins Rainer Schüttler an seiner Auftakthürde. Der 32-Jährige zog am Montagabend gegen den um acht Jahre jüngeren Kroaten Mario Ancic mit 4:6, 6:3 und 1:6 den Kürzeren. Schüttler kämpfte bis zum letzten Ballwechsel, musste aber nach 1:59 Stunden die Segel streichen. Ausschlaggebend für die Niederlage des Korbachers war vor allem das größere Selbstvertrauen sowie das klar bessere Service seines Rivalen, der insgesamt zwölf Asse schlug. Schüttler dagegen kam auf zwei.

Topgesetzt an der Seine ist Vorjahresfinalist Rafael Nadal (Spanien) vor Basel-Sieger Roger Federer, der im Vorjahr im Achtelfinale an David Nalbandian gescheitert war.

Safin denkt an Rücktritt

Gescheitert ist auch Marat Safin. Der frühere Weltranglistenerste denkt nun sogar über seinen Ausstieg aus dem Tennissport nach. Nach seiner Erstrunden-Niederlage in Paris erklärte der Russe, er hege ernsthafte Rücktritts-Gedanken und werde erstmal eine Pause einlegen. "Ich brauche zunächst ein wenig Ruhe. Danach werde ich mir überlegen, ob ich weitermache. Ich habe keinen Druck, muss nichts beweisen", meinte Safin nach einem 0:6, 6:7 gegen den argentinischen Qualifikanten Juan Monaco.

Im Jahr 2000 war Safin, der wegen seinen impulsiven Art ein Publikumsliebling auf der Tour ist, nach seinem Erfolg bei den US Open erstmals auf den ersten Platz der Weltrangliste geklettert. Insgesamt stand er zwischen November 2000 und April 2001 neun Wochen an der Spitze. Seinen bislang letzten Turniersieg feierte die aktuelle Nummer 31 bei den Australian Open 2005. Insgesamt hat er 15 Titel zu Buche stehen.

Damen sind in Quebec am Start

Für die Damen geht es indes beim WTA-Turnier in Quebec zur Sache. In Kanada verlief der erste Turniertag jedoch ohne deutsche Beteiligung, da die Partie zwischen Sabine Lisicki und Jill Craybas abgesagt wurde. Anna-Lena Grönefeld greift erst am Dienstag ins Turniergeschehen ein. Sie trifft in der ersten Runde auf die Französin Nathalie Dechy.