Bundesliga

Schubert: Lob für Xhaka, Warnung vor Ingolstadt

Mönchengladbach: Reifeprozess beim Schweizer

Schubert: Lob für Xhaka, Warnung vor Ingolstadt

Ruhiger und cooler: Mönchengladbachs Mittelfeldspieler Granit Xhaka.

Ruhiger und cooler: Mönchengladbachs Mittelfeldspieler Granit Xhaka. imago

Anfang November machte Ingolstadt Gladbach das Leben im Borussia-Park äußerst schwer und stoppte den Siegeszug der Fohlen unter Andre Schubert. Der Aufsteiger spielte beim torlosen Unentschieden mutig, geradlinig und vor allem: aggressiv, allerdings stellenweise auch unfair. Primärziel der Attacken: Granit Xhaka, in der Branche als Heißsporn bekannt. Nach etlichen gezielten Provokationen, vor allem durch FCI-Mittelfeldspieler Alfredo Morales, tat der Schweizer den Gästen schließlich den Gefallen und flog kurz vor Schluss mit Gelb-Rot vom Platz.

Das aber soll sich nicht wiederholen, wenn Gladbach am Samstag in Ingolstadt gastiert (ab 15.30 Uhr, LIVE bei kicker.de). Schubert glaubt, bei Xhaka einen Reifeprozess erkannt zu haben. Denn der Mittelfeldspieler steht bereits seit Monaten bei vier Gelben Karten und konnte bislang die fünfte und die dann fällige Sperre vermeiden.

Bundesliga - 29. Spieltag
Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München Bayern München
75
2
Borussia Dortmund Borussia Dortmund
68
3
Hertha BSC Hertha BSC
49
Trainersteckbrief Schubert
Schubert

Schubert Andre

Spielersteckbrief G. Xhaka
G. Xhaka

Xhaka Granit

Bor. Mönchengladbach - Die letzten Spiele
Hertha BSC Hertha (A)
1
:
0
VfB Stuttgart Stuttgart (H)
1
:
1

Schubert: "Insgesamt ist er ruhiger und cooler geworden"

"Granit hat es geschafft, mehr Ausgewogenheit in sein Spiel zu bekommen", lobt Schubert deshalb. Und am Urteil des Trainers ändert auch der Umstand nichts, dass Xhaka im Hinrunden-Finale gegen Darmstadt (3:2) nach einer Tätlichkeit gegen Peter Niemeyer früh vom Platz flog. "Er ist immer noch ein sehr junger Spieler. Das darf man nicht vergessen. Er ist Nationalspieler und war bei Borussia in den vergangenen Monaten auch in den schwierigeren Phasen sehr gefragt und hat sich immer gestellt. Das heißt nicht, dass er nicht auch noch Fehler macht. Die gesteht er sich selber zu, die gestehen wir ihm zu. Aber insgesamt ist er in seinem Spiel ruhiger und cooler geworden. Er agiert kontrollierter", urteilt Schubert.

"Wenn er irgendwann die fünfte Gelbe Karte sieht, dann ist das eben so"

Gladbachs Trainer wollte damit allerdings nicht sagen, dass Xhaka nun angesichts der Gelbgefahr den Zweikämpfen aus dem Weg gehen soll. Im Gegenteil. "Er ist ein aggressiver Mittelfeldspieler, das brauchen wir auch in unserem Spiel", meinte Schubert und versicherte: "Wenn er irgendwann die fünfte Gelbe Karte sieht, dann ist das eben so."

Augenmaß ist gefragt, gerade auch am Samstag in Ingolstadt. Xhaka und Co. sollen sich nicht den Schneid abkaufen lassen, aber auch das Fußballspielen nicht vergessen. "Ingolstadt spielt sehr speziell und anders als viele Teams in der Liga", meinte Schubert lobend und warnend zugleich: "Sie pressen sehr hoch, haben ein gutes Defensivkonzept und versuchen, den Aufbau des Gegners schon sehr früh zu stören und zu vielen langen Bällen zu zwingen. Wenn sie selbst den Ball haben, versuchen sie, sehr schnell nach vorne zu spielen. Wahnsinnig viele Ballstaffetten gibt es in Spielen mit Ingolstädter Beteiligung deshalb eher selten. Stattdessen gibt es schnelle Bälle in die Tiefe, viele zweite Bälle und viele Zweikämpfe."

"Vor allem ist gefragt, dass wir in den Zweikämpfen dagegenhalten"

All das mache es so schwer, gegen den Aufsteiger zu spielen, betonte Schubert. Um in Ingolstadt zu bestehen, sei es daher nötig, die "fußballerische Qualität zu nutzen, aber vor allem ist gefragt, dass wir in den Zweikämpfen dagegenhalten, dass wir sehr aggressiv spielen und dass wir das Ingolstädter Spiel annehmen".

Jan Reinold

Kämpferherz Wagner - Bayern auf Rekordjagd