Bundesliga

Schreuders Umgang mit der Euphorie

TSG: Favoritenstatus auch in den Folgewochen

Schreuders Umgang mit der Euphorie

Grund zum Jublen haben die Spieler der TSG Hoffenheim derzeit regelmäßgi - Übermut soll allerdings nicht aufkommen.

Grund zum Jublen haben die Spieler der TSG Hoffenheim derzeit regelmäßgi - Übermut soll allerdings nicht aufkommen. imago images

Im nächsten Freitagsspiel beim 1.FC Köln und nach der Länderspielpause gegen Fortuna Düsseldorf und Mainz 05 werden die Kraichgauer zumindest auf dem Papier der Favorit sein - eine Verlängerung der aktuellen Siegesserie nicht ausgeschlossen. "Sie sind nicht gut in der Tabelle, aber in der Bundesliga gibt es keine leichte Mannschaft, das wissen wir alle", entschärfte Torschütze Pavel Kaderabek jegliche aufkommende Überheblichkeit, um aber ehrlich festzustellen: "Natürlich, wir träumen die ganze Zeit, dass wir es auf internationale Plätze schaffen."

Schreuder: "Nicht immer bremsen"

Ein Sieg bei zuletzt schwächelnden Kölnern, und die TSG kann die Ambitionen vor der Länderspielpause untermauern. Für Trainer Alfred Schreuder liegt die Basis für ein erfolgreiches Auftreten auch in der Folgewoche wieder in der täglichen Arbeit. "Es ist immer davon abhängig, wie die Jungs trainieren." Veranlasst, unisono einzutretende Euphorie provisorisch einzudämmen, sieht sich Hoffenheims Cheftrainer nicht. "Dass wir jetzt einen guten Lauf haben, musst du nicht immer bremsen." Sollten sich Selbstgefälligkeit oder Übermut anbahnen, will der Niederländer eingreifen. "Wenn ich das spüre, dass sie zu locker sind, dann werde ich das ansagen."

Gegen Paderborn war von Lockerheit oder gar unkonzentriertem Auftreten wenig zu sehen. Keine Nachspielzeit in beiden Spielhälften - nur ein Indiz dafür, wie geklärt die Verhältnisse beim Hoffenheimer Heimspiel gegen den deutlich unterlegenen Aufsteiger waren. 26 starke Minuten mit drei Treffern entschieden die Partie. Die TSG ließ nichts anbrennen, lediglich ein Abschluss von Cauly Oliveira Souza beim Stand vom 2:0 brachte den Gästen kurz eine Chance zum Anschluss.

Die erste Halbzeit war fast perfekt, finde ich.

Alfred Schreuder

Das 3:0 durch Jürgen Locadia, der beim zweiten Startelfeinsatz in der Bundesliga erneut traf, war rückblickend die frühe Entscheidung. "Die erste Halbzeit war fast perfekt, finde ich", ergänzte Schreuder, der allerdings einzuordnen wusste: "Es wird nicht in jedem Spiel so passieren." Bei aller Euphorie bleiben die Einschätzungen realistisch.

Simon Hoffmann

Bilder zur Partie TSG Hoffenheim - SC Paderborn 07