Bundesliga

Schonungslose Analyse bei Hertha BSC: "Bielefeld hat es mehr gewollt"

Stark und Mittelstädt kritisieren die Einstellung des Teams

Schonungslose Hertha-Analyse: "Bielefeld hat es mehr gewollt als wir"

Bedient nach schwacher Leistung: Niklas Stark (li.) und Omar Alderete.

Bedient nach schwacher Leistung: Niklas Stark (li.) und Omar Alderete. Getty Images

"Bielefeld hat in den entscheidenden Situationen den Kampf mehr angenommen als wir", analysierte Abwehrspieler Niklas Stark, der Hertha als Kapitän aufs Feld geführt hatte, bei "Sky". Sein Team hatte gegen den Aufsteiger über weite Strecken ideenlos gewirkt und über die gesamte Distanz kaum echte Torchancen herausgespielt. Hinzu kamen vor allem im zweiten Durchgang zahlreiche Ballverluste und verlorene Zweikämpfe.

"Wir müssen auch solche Spiele richtig angehen", ärgerte sich Stark - und wählte mit Blick auf die Einstellung seiner Mannschaft deutliche Worte: "Wir können nicht immer schön spielen. Es war schon so oft so bei uns: Solange es läuft, ist alles gut. Aber wenn wir Gegenwehr bekommen - auch körperlich - dann müssen wir das besser annehmen."

Wir haben den Kampf nicht richtig angenommen.

Maximilian Mittelstädt

Ähnlich schonungslos formulierte es Eigengewächs Maximilian Mittelstädt. "Wir haben den Kampf nicht richtig angenommen und Bielefeld hat den Kampf gewonnen", stellte der Außenbahnspieler fest. "Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Mit dem Anspruch, den wir haben, darf es keine Ausreden geben."

Diesem Anspruch hinkt Hertha mit Platz zwölf nach 15 Spieltagen aber weit hinterher. Auch die Niederlage in Bielefeld war vollauf verdient - trotz der unbestritten höheren Qualität von Labbadias Team. Mittelstädts Feststellung, was den Ausschlag zugunsten des Aufsteigers gegeben hatte, war aus Hertha-Sicht ein bitteres Eingeständnis: "Bielefeld hat den Sieg mehr gewollt als wir."

mib

Bilder zur Partie Arminia Bielefeld - Hertha BSC